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Holsteinische Schweiz Blüht Auf

Holsteinische Schweiz blüht auf

Die dritte schleswig-holsteinische Landesgartenschau hat am 28. April 2016 in Eutin ihre Tore geöffnet. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz zerschnitt zusammen mit Bürgervorsteher Dieter Holst sowie Martin Klehs und Bernd Rubelt (LGS-Geschäftsführer) und Reimer Meier (Vertreter der Grünverbände) das bunte Blumenband am Haupteingang und übergab damit das Gelände an die Öffentlichkeit.

„Wir Eutiner sind stolz und glücklich, Gastgeber der Landesgartenschau 2016 zu sein. Das grüne Großereignis hat die ganze Stadt begeistert – viele engagieren sich ehrenamtlich z.B. bei der Besucherbetreuung. Jetzt wünschen wir uns, dass dieser Funke auf das ganze Land überspringt. Feiern Sie mit uns eine Gartenschau mitten in der Stadt – in einmaliger Lage am Großen Eutiner See“, so Dieter Holst, Bürgervorsteher der Stadt Eutin.

Die Landesgartenschau findet statt auf einem 27 Hektar großen Gelände am malerischen Ufer des Großen Eutiner Sees. Fünf Grünareale mit unterschiedlichen Ausstellungs- und Veranstaltungshöhepunkten erwarten die Gäste aus nah und fern. Die Schau dauert 159 Tage und geht bis zum 3. Oktober 2016. Die Veranstalter rechnen mit 600.000 Besuchen.
Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert nach Schleswig und Norderstedt auch die Landesgartenschau in Eutin als Hauptsponsor. „Wir sind begeistert von dem nachhaltigen Konzept der Landesgartenschau und davon überzeugt, dass sie eine kulturelle und touristische Bereicherung für ganz Schleswig-Holstein ist“, so Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein.
„Für die Sparkasse Holstein ist die Landesgartenschau in Eutin etwas ganz Besonderes: Mit Mut und Weitsicht hat die Stadt Eutin massiv in die Infrastruktur investiert und damit das Areal vom Seepark über die Stadtbucht bis zum Schlossgarten für Einheimische und Touristen äußerst attraktiv gemacht“, freut sich Joachim Wallmeroth, stv. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein.
Rune Dahmke, Handball-Europameister vom THW Kiel durchtrennte die Pflanzengirlande und eröffnete die Hausgärten. Private Garten mit einer zeitgemäßen, kreativen Gestaltung zeigen sich hier als individuelle Erlebniswelten. Auf 2.500 m² schufen zwölf landschaftsgärtnerische Fachbetriebe aus Schleswig-Holstein mit den Hausgärten elf Garten(t)räume – jeder ein Unikat mit einem anderen Thema.
Als Gesamtkomposition spiegeln die Hausgärten die vielfältigen Bedürfnisse von Gartenbesitzern wider, die sich in unterschiedlichen Lebensphasen befinden und in verschiedenen Familienkonstellationen zusammenleben. Hier geht es nicht um abstrakte Gartenkunst, sondern um realistische Gartensituationen, die in jedem Privatgarten umgesetzt werden können.
Im „Treffpunkt Grün – Tipps rund um den Garten“ finden täglich von 10-18 Uhr Beratungen, Informationen und Workshops rund um das Grün mit dem Fachverband „Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein“ und anderen grünen Verbänden statt.

„Was kann es Schöneres geben, als einen Garten, der Menschen zusammenführt und begeistert?“, hob Mirko Martensen, Präsident des Fachverbands, erfreut hervor. „Mit Begeisterung schaue ich in die individuell gestalteten Hausgärten, die unsere Fachbetriebe gestaltet haben. Hier kann der Besucher aktuelle Gartentrends im harmonischen Zusammenspiel von Form und Farbe genießen.“
„Die Haus- und Kulturgärten, die Gärten der Erinnerung und die Blumenschauen sind Beispiele für die hochwertigen Produkte und Dienstleistungen aus dem Gartenbau“, sagte Andreas Lohff, Präsident Gartenbauverband Nord.

„Wir stehen im Gartenbau als Baumschulwirtschaft für alle Gehölze und haben in guter Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau die Pflanzung von Rhododendron, Rosen, Obstgehölzen und Bäumen vermittelt und unterstützt. Die Besucher können sich von der Leistung unser Produkte aus Holstein überzeugen: sie geben dem Grün Struktur, sind attraktiv, spenden Schatten, filtern Schadstoffe, hemmen Lärm und spenden Sauerstoff“, betonte Axel Huckfeldt, Vorsitzender Landesverband Schleswig-Holstein im Bund Deutscher Baumschulen. „Im Küchengarten informieren wir speziell zum Thema Obstgehölze – das ist wichtig für die gesunde Ernährung aus dem eigenen Garten. Am Eingang Süd informiert die Pflanzung Klimawandelbäume über neuartige Baumarten, die mit den Bedingungen des Klimawandels wie Trockenstress besser zurechtkommen sollen. Das ist wichtig, um das Klima in unseren Städten weiterhin lebenswert gestalten zu können.“

Wie werden Musik, Literatur und Kunst in moderne Gartenkompositionen umgesetzt und erlebbar? Auf der Landesgartenschau Eutin 2016 werden sechs prämierte Kulturgärten vorgestellt – entworfen von Studenten der Landschaftsarchitektur, die in ihren Siegerentwürfen den Begriff „Kultur in Schleswig-Holstein“ unterschiedlich interpretiert haben. Mit den ACO Kulturgärten wird nicht nur der Ort in Beziehung zur Geschichte gesetzt – die Gartenkompositionen dienen auch als Bühnenbilder für Kulturveranstaltungen wie Literatur- und Lyrik-Lesungen, Musik von Solokünstlern, Stationentheater sowie Kleinkunst.

„Traditionell ist ACO mit seinem umfangreichen Produktprogramm für Entwässerung und Gestaltung der Landschaftsarchitektur und dem Garten- und Landschaftsbau stark verbunden. Vor diesem Hintergrund haben wir vor fast genau einem Jahr gemeinsam mit der Geschäftsführung der Landesgartenschau die Idee entwickelt, den Bau der ACO Kulturgärten mit dem Einsatz von ACO Produkten phantasievoll zu gestalten. Schon der mit den ideengebenden Landschaftsarchitektur-Studentinnen und –Studenten durchgeführte vorbereitende Workshop in der ACO Academy hat sehr viel Spaß gemacht. Jetzt die Umsetzung zu sehen. Das macht uns große Freude“, betonte Iver Ahlmann, geschäftsführender Gesellschafter ACO Gruppe.

„Mit dem Seminar „Klimawandel: Herausforderung für die Zukunft urbaner Räume“ bieten wir den beteiligten Interessengruppen aus dem Garten- und Landschaftsbau am 14. Juni in der Orangerie im benachbarten Küchengarten ein weiteres Highlight. Dazu wurden hochkarätige Referenten eingeladen: Dr.-Ing. Elke Kruse, Landschaftsarchitektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der HafenCity Universität Hamburg, referiert über „Wassersensible Stadt- und Freiraumentwicklung“. Diplom-Meteorologe Dr. Meeno Schrader spricht zum Thema: Klima im Wandel der Zeit. Dipl.-Ing. Michael Müller (ACO Tiefbau) wird unter der Überschrift „Regenwasser leiten und begleiten“ die aktuellen Produktneuheiten aus unserem Hause vorstellen.“
Die Blumenhallenschauen gehören mit ihren abwechslungsreichen Ausstellungen zu den Höhepunkten einer jeden Gartenschau. Die insgesamt elf unterschiedlichen Hallenschauen auf der Landesgartenschau Eutin sind in einem 14-tägigen Wechsel zu sehen – im Kuhstall sowie im Torhaus.

Der Kontrast zwischen den historischen Gebäuden des Bauhofareals und den gärtnerischen Ausstellungen erzeugt eine besondere atmosphärische Wirkung.
Zum Auftakt zeigt die Schau ein Blütenmeer aus tausenden von Rhododendron- und Azaleenblüten. Begleitgehölze und Stauden runden das Gesamtbild ab. Azaleen als Stämmchen, Pyramiden oder kugelige Pflanzen von 150 cm Durchmesser werden Anfang Mai gezeigt.

Vom 9.-29. Mai sind Orchideen in urwaldähnlicher Gestaltung zu sehen. Auch heimische und tropische Carnivoren sind Bestandteil dieser Ausstellung. Besonders Kinder faszinieren die Techniken, mit der die Carnivoren Insekten fangen.

Das 100 Jahre alte Symbol der Biene ließ den Landfrauen viel Raum für kreative Ideen: aus einem Prototyp „Biene“ wurde ein Spektrum aus Bienen-Interpretationen und am Ende ein bunter Bienenschwarm. Die rund 150 Bienen auf der Landwiese in Eutin sind aus den unterschiedlichsten Materialien entstanden: Von Holz über Stein bis Metall, von klein bis groß, von modern-sachlich bis fantasievoll, bunt bis schlicht, erfinderisch bis naturgetreu. Ein facettenreicher Schwarm, der dennoch einer Gattung angehört: der Landfrauen-Biene.

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