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Ruhe statt Reizüberflutung
Die Küchentrends für das Jahr 2026: Es wird warm, weich und wohldurchdacht
Beruhigte Oberflächen, warme Naturtöne und sanft gerundete Formen verbinden sich mit praxisnahen Neuerungen – von widerstandsfähigen Mattfronten über matte Glaskeramik bei Kochfeldern bis zu modular gedachten Wasserplätzen.
„Die Küche wird wieder stärker als Lebensraum geplant – ästhetisch reduziert, aber funktional reich“, sagt Volker Irle von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). „Der rote Faden: Systeme statt Einzelkomponenten, Ruhe statt Reizüberflutung.“
Minimalistisches Design aus Japan
Geradezu sinnbildlich für Ruhe steht das japanische Design, in der minimalistischer Wohlklang das A und O darstellt.
Japandi verbindet die japanische Reduktion mit skandinavischer Wärme. Übersetzt in Küchenplanung heißt das: feine Linien, zurückhaltende Formen, natürliche Oberflächen und ein ausgewogenes Verhältnis von offenen und geschlossenen Zonen. Frontbilder wirken extrastill, Details sind präzise, Materialien „sprechen leise“.
„Japandi ist weniger Stil, mehr Haltung“, bringt es Volker Irle auf den Punkt. „Planen heißt hier: konsequent weglassen, was stört und wenige, wertige Texturen perfekt inszenieren.“
Beispielhaft sind Designlinien mit Japandi-Bezug, die puristische Geometrie und helle Holznuancen kombinieren. Ebenso zeigen Planungsprinzipien mit „Grid“-Struktur die ruhige, nordisch-
japanische Handschrift. Farb- und Materialwelten aktueller Kollektionen verankern Japandi über warme Erdnuancen als verbindende Ästhetik zwischen Küche und Wohnen.
Nicht nur in den Japandi inspirierten Küchen finden sich Naturtöne. 
Naturtöne: Sand, Macchiato, Coffee
2026 wird eine warme, naturinspirierte Farb-Palette dominieren: Sand, Macchiato, Coffee, Taupe und Greige-Abstufungen. Sie beruhigen große Flächen, lassen Räume weicher wirken und funktionieren als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Wohnzonen.
„Die großen Farbräume sind warm, gedeckt und fein nuanciert“, sagt der AMK-Geschäftsführer. Parallel wird „Natürlichkeit und Minimalismus“ als übergreifendes Leitmotiv kommuniziert: „das Zuhause als Ort des Wohlbefindens“. Gesellschaftlich passt das zum Naturbezug und zur Erdverbundenheit, die einen Gegenpol zur Reizüberflutung der modernen, digitalen Welt bildet.

Matt ist das neue Gloss
Für Möbeloberflächen deutet sich der Trend schon länger an. 2026 werden supermatte Fronten mit AntiFingerprint in den Küchenstudios noch stärker vertreten sein. Schichtstoffe mit SoftTouch, niedriger Reflexion und hoher Strapazierfähigkeit ebenso wie optimierte Mattlacke reduzieren Pflegeaufwand spürbar. „Matt ist mehr als ein Look – die Oberflächen bringen durch verringerte Spiegelungen und weniger Spuren mehr Qualität für den Benutzer“, so Volker Irle. „Und matte Oberflächen erobern nun auch weitere Bereiche der Küche.“
Gemeint ist das matte Kochfeld, mit dem sich die Materiallogik schließt: tiefschwarze, matte Glaskeramik mit deutlich weniger sichtbaren Kratzern und gut lesbaren Anzeigen bringt Ruhe auch in die Technik.

Garen in der Dampfschublade
Auf technischer Ebene gibt es eine weitere praxisorientierte Neuheit: die Dampfschublade. Der kompakte Dampfgarer im Format einer Küchenschublade passt dank seiner Standardmaße unter den Backofen oder in den Unterschrank und erweitert auf diese Weise die Möglichkeiten in der Küche schnell und platzsparend. Der Clou: Es handelt sich um einen vollwertigen Dampfgarer, mit dem sich Speisen schonend und gesund zubereiten lassen. Auch zum Aufwärmen und Auftauen von Gerichten kann die Dampfschublade genutzt werden – was sie zum nützlichen Helfer im Alltag macht. Die Dampfgar-Funktion hält so ohne zusätzlichen Gerätehochschrank Einzug in kleine Küchen – und erweitert ohne großen Platzbedarf die Kochvielfalt in der modernen Küche.
Fotos: AMK
