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Heizungstausch: Wärmepumpe und erneuerbare Energien jetzt fördern lassen
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Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist in Kraft getreten
Die Bundesregierung hat am 8. Juli neue Regeln zur Förderung von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Fernwärmeanschlüssen verkündet. Auch wenn Förderzuschüsse mit der Zeit immer niedriger ausfallen sollen, empfehlen wir, beim Heizungstausch auf erneuerbare Energien zu setzen.
Was wird gefördert – was nicht?
Förderung gibt es nur noch beim Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Heizungen. Der Wechsel von bereits bestehenden Fernwärmeanschlüssen oder erneuerbaren Energiensystemen wird ab 2027 nicht mehr gefördert. Wer hingegen eine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe, Biomasseheizung oder einen Fernwärmeanschluss austauscht, kann wie bisher einen Zuschuss als Grundförderung in Höhe von bis zu 30 Prozent der Kosten erhalten.
Eine Verbesserung gibt es bei der Förderung von Haushalten mit geringem Einkommen. Diese bekommen einen gestaffelten Einkommensbonus: Zehn Prozent bei einem Jahreseinkommen bis 50.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro und sogar 40 Prozent bis 30.000 Euro. Die letztere Gruppe kann sich unter Berücksichtigung aller anrechenbaren Zuschüsse und Boni bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschussen lassen. Haushalte mit minderjährigen Kindern können das anzurechnende Einkommen um 10.000 Euro reduzieren, wodurch sich der Einkommensbonus erhöht.
Gestrichen wurde der Effizienzbonus für Wärmepumpen und der Emissionsminderungszuschlag für Biomasseheizungen.
Frühzeitiger Wechsel ist lukrativ
Die Bundesregierung beabsichtigt eine zunehmende Verringerung der Förderzuschüsse. So sinken die maximalen förderfähigen Kosten für die Förderung in der ersten Wohneinheit von bislang 30.000 Euro auf jetzt 28.000 Euro und sollen dann alle sechs Monate jeweils um weitere 750 Euro fallen.
Ebenso wurde der „Klima-Geschwindigkeitsbonus“ von zuvor 20 Prozent auf aktuell 16 Prozent verringert. Alle sechs Monate wird dieser Bonus jeweils um vier Prozentpunkte niedriger ausfallen.
Haushalte mit alter Öl- oder Gasheizung sollten die derzeitigen Fördermöglichkeiten sorgfältig prüfen. Mit zunehmender Dauer wird die Förderung geringer, ein frühzeitiger Umstieg auf erneuerbare Energien ist damit sehr lukrativ.
Wechsel lohnt sich nach wie vor
Fossile Energieträger werden durch die CO2-Bepreisung und die steigenden Anforderungen an klimaneutrale Brennstoffe langfristig deutlich teurer. Die Netzkosten werden zudem auf immer weniger Anschlussnehmer verteilt, da Gasnetze vermehrt stillgelegt werden. Geopolitische Krisen führen außerdem zu unvorhersehbaren Preissprüngen.
Kostenloser Vergleich von Angeboten
Aktuell hat sich der Markt für Heizungsinstallation entspannt. Wartezeiten und Lieferengpässe haben sich vielerorts reduziert. Wer frühzeitig plant, kann Angebote in Ruhe vergleichen, die passende Technik auswählen und den Austausch ohne Zeitdruck mit geringeren Kosten umsetzen. Die Energieberatung der VZSH hat dazu ihr Angebot erweitert. Verbraucher können bis zu drei Angebote für Wärmepumpen analysieren und vergleichen lassen – kostenfrei.
Auch bei Fragen zum Thema Heizungstausch hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale weiter. Die Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Die kostenfreie Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch an über 20 Standorten in ganz Schleswig-Holstein statt. Beratungen bei Verbrauchern zu Hause kosten maximal 40 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.
www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung
Foto: adobestock
