Ein Sprung in die Nord- oder Ostsee, ein kaltes Eis – das genießen wir an heißen Sommertagen. Doch was, wenn keine Abkühlung in Sicht ist? Durch den Klimawandel sind extreme…

CONBAU Nord 2026: Lösungen für den Wohnungsbau der Zukunft
Am 9. und 10. September 2026 treffen sich Akteurinnen und Akteure des Bauwesens im Holstenhallen Congress Center Neumünster zur dritten Ausgabe der CONBAU Nord.
Wärmewende, Demografie und neue Wohnformen
Der interdisziplinäre Baukongress im Norden findet parallel zur Messe NordBau statt und steht unter dem Titel „Wohnungsbau in der Transformation – Wärmewende, Demografie und Standards“.
Die CONBAU Nord bringt Fachleute aus Bau-, Wohnungs- und Energiewirtschaft, aus Planungsbüros und öffentlicher Verwaltung sowie aus Wissenschaft, Förderinstituten und Politik zusammen. Gemeinsam diskutieren sie praxisnahe Lösungsansätze für die drängenden Fragen des Wohnungsbaus: von der energetischen Modernisierung über die Wärmewende bis zu den sich wandelnden Anforderungen an Wohnformen.
Seit ihrer Premiere im Jahr 2024 hat sich die CONBAU Nord innerhalb von zwei Jahren als feste Größe in der norddeutschen Bau- und Immobilienlandschaft etabliert. Bei der zweiten Ausgabe 2025 diskutierten bereits über 250 Teilnehmende pro Tag mit über 50 Referentinnen und Referenten. Die Verbindung aus fachlicher Tiefe, offenem Dialog und gezielter Vernetzung unterschiedlicher Akteursgruppen prägt das Profil des Kongresses.
Diese enge Verzahnung ermöglicht einen Austausch über Branchengrenzen hinweg — mit klarem Fokus auf Umsetzbarkeit.
Zwei Tage voller Fachwissen und Austausch
Eröffnet wird die CONBAU Nord traditionell gemeinsam mit der NordBau. Zur Eröffnung spricht Ministerpräsident Daniel Günther ein Grußwort. Das zweitägige Programm 2026 umfasst Leitsession, Fachvorträge, Fishbowl-Diskussionen sowie Poster-Pitches von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Ein Networking-Abend ergänzt das Angebot und bietet Raum für Austausch auf allen Ebenen. Expertinnen und Experten aus Deutschland, der Schweiz und Nordeuropa beleuchten aktuelle Entwicklungen im Wohnungsbau, in der energetischen Gebäudemodernisierung und bei der Wärmewende. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung des Transformationsmonitors Schleswig-Holstein.
Was sich im Wohnungsbau verändern muss
Das gemeinsame Forschungsprojekt der TH Lübeck und der ARGE e.V. dokumentiert und bewertet den Transformationsprozess im Wohnungsbau und der Wärmewende. In dieser Form ist es das erste Monitoring auf Landesebene in Deutschland, das sich systematisch mit Transformationsprozessen beschäftigt. Befunde der im Frühjahr 2026 gestarteten Befragung geben einen ersten Einblick und legen die Grundlage für eine künftige systematische Datenbasis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen.
Stimmen zum Kongress
Prof. Sebastian Fiedler, TH Lübeck: „Der Transformationsmonitor Schleswig-Holstein gibt uns ein klares Bild zur Umsetzung der Wärmewende im Wohngebäudebestand – und Hinweise, an welchen Stellen es noch hakt. Insbesondere der Blick auf die Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen hilft uns, die Transformation zu beschleunigen und sozial verträglich zu gestalten.“
Dietmar Walberg, ARGE: „Der deutsche Wohnungsmarkt ist eingefroren. In den Städten sind die Menschen im Bestand gefangen – schlicht, weil es an bezahlbaren Alternativen fehlt. Und im Umland warten zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner vergeblich auf ein Angebot kleinerer, bezahlbarer Wohnungen. Die einen verfügen über das, was den anderen fehlt. Der Markt ist blockiert, weil Angebot und Bedarf nicht zueinanderfinden. Was es braucht, ist ein angepasster, zielgruppenspezifischer und regional maßstäblicher Wohnungsbau, der die festgefahrene Lage wieder in Bewegung bringt. Dies ist eines der Themen, die im Mittelpunkt der CONBAU Nord 2026 stehen – Nordeuropas wichtigster Fachkonferenz zum Wohnungsbau. Auch in diesem Jahr lädt sie wieder dazu ein, gemeinsam Lösungen für Gegenwart und Zukunft des Wohnungsbaus zu finden.“
Jörg Bierbass, IB.SH: „Die Transformation im Wohnungsbau gelingt nur, wenn wir wirtschaftliche Tragfähigkeit, Klimaschutz und soziale Anforderungen zusammen denken. Die CONBAU Nord bietet dafür die richtige Plattform: Sie bringt die relevanten Akteure an einen Tisch und fördert den Austausch über konkrete Lösungen. Als Förderbank sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Dialog aktiv zu unterstützen und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung des Wohnungsmarktes zu setzen.“
Foto: Six Concept
