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imm cologne 2016 offener Wohnbereich

Wohntrends des Jahres 2016

Anlässlich der Möbelleitmesse imm cologne, die vom 18.-24. Januar in Köln stattgefunden hat, berichtet der Verband der Deutschen Möbelindustrie über die Wohntrends des Jahres 2016. Möbel „Made in Germany“ punkten durch gutes Design, hohe Qualität und eine Variantenvielfalt. Hinzu kommen ökologische Ansprüche.

„Gesünder“ Wohnen
Viele Deutsche bevorzugen ökologische Materialien. Die Sensibilität für Umwelt und Gesundheit wächst. Heizungen und Leuchten werden energieeffizienter, Möbel erleben einen Schub Richtung gesunder Bequemlichkeit, ergonomisch optimiert. Höhenverstellbare Küchentheken, Schreibtische und Betten werden verstärkt kommen, ebenso wie Wellness-Apps, die uns zu sportlichen Aktivitäten im eigenen Zuhause motivieren.

Offene Grundrisse
Im Neubau wird sich der offen gestaltete Grundriss weiter durchsetzen. Hier verschmelzen Küche, Essbereich und Wohnzimmer zu einer räumlichen Einheit. Nicht zuletzt, weil kaum einer mehr hinter verschlossener Tür in der Küche kochen möchte.

Multifunktionale Möbel
Viele neue Möbel sind handlicher zu bewegen oder variabel einsetzbar. So kann beispielsweise das Sofa von der Liegewiese zum Sitzmöbel umgewandelt werden. Der Kleiderschrank wird aus dem Schlafzimmer verbannt. Das Monstrum gehört dort nicht hin und bietet außerdem als begehbarer Kleiderschrank mehr Stauraum und Übersicht.

Nostalgischer Charakter
Aktuelle Möbelentwürfe sind schlicht und sehr auf ihre Funktion reduziert. Solche Möbel und Accessoires erinnern optisch an vergangene Zeiten. Nostalgie ist deshalb so beliebt, weil sie Sicherheit gibt. Die Entwürfe geben uns Halt und vor allem Zeitbezug. Das genau in einer Zeit, in der sich alles und jeder ständig selbst überholt, in der die Beschleunigung des Alltags zu nerven beginnt. Retro-Design nimmt uns die Angst vor Geschwindigkeit, ist verlässlich wie ein guter alter Freund. Derzeit am gefragtesten ist das sogenannte Mid-Century-Design, Entwürfe von ca. 1940 bis 1960.

Outdoor-Homing im Garten
Der Lebensraum Garten, Balkon und Terrasse wird wichtiger. Investitionen in den „Raum unter freiem Himmel“ werden weiter steigen. Das Gefühl von Entspannung und Urlaub wird als Wohlfühlfaktor in den Garten geholt. Outdoormöbel sehen aus wie Indoormöbel. Der Gemütlichkeit sind auch draußen keine Grenzen gesetzt.

Wohnliches Bad und Küche
Dadurch, dass sich die Funktionsbereiche des Wohnens immer mehr entgrenzen und miteinander verschmelzen, werden die Räume generell wohnlicher. Der einstige Hygiene-Raum Badezimmer wird ebenso heimelig und gemütlich, wie auch der Funktionsraum Küche einen vor allem behaglichen Charakter bekommt. Dazu zählen Waschtisch oder Spülstein, elegante und glatte Möbelfronten, Materialkombinationen aus Holz, Glas und Stein, das alles bei sehr funktionaler LED-Beleuchtung. Auch der Holzfußboden ist inzwischen im Bad möglich.

Sitzen wird bequemer
Heute bleiben die Menschen auch nach dem Essen gern am Esstisch sitzen und ziehen nicht wie früher ins Wohnzimmer um. Individuell zusammenstellbare Esssessel bestechen durch Komfort und Bequemlichkeit. Angelehnt an die dynamische Ergonomie der Büroarbeitsstühle, vergeht ein Abend bei Freunden wie im Flug. Stühle 2016 haben oft Lounge-Charakter.

Haptische Stoffe
Bei allen Stoffen spielt das haptische Erleben eine große Rolle. Moderne Bezugsstoffe können sehr glatt, weich oder reliefartig sein, und das alles auch zusammen. Die Auswahl quer durch alle angebotenen Stil-Genres führt unweigerlich zu einem Stilbruch. Dieser ist den Menschen aber willkommen, da sie damit ihre Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen können.

Foto: ©Koelnmesse/ Constantin Meyer

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