Überspringen zu Hauptinhalt
Wohnen Ohne Hindernisse

Wohnen ohne Hindernisse

ANZEIGE Bei vielen Menschen besteht heute der Wunsch nach mehr Komfort in der eigenen Wohnsituation, häufig auch unter dem Aspekt des Älterwerdens und möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Qualifizierte Fachbetriebe der Fach-gemein­schaft barrierefreies Bauen + Wohnen e.V. helfen bei entsprechenden Umbaumaßnahmen.

Der Anteil Hochbetagter und die Anzahl an Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und altersbedingten Mobilitätseinschränkung steigt überdurchschnittlich an.

In verschiedenen Meinungsumfragen haben nahezu 75 Prozent der Deutschen zudem angegeben, dass sie solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben möchten. Diese Menschen brauchen einen auf sie zugeschnittenen Wohnraum.

Nach einer Studie der Bauforschungseinrichtung Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. und des Pes­tel-Instituts Hannover von 2016 wird der Bedarf an weitestgehend barrierefreien Wohnungen bis 2030 bei mindestens rund 2,9 Millionen deutschlandweit liegen, womit sich eine Versorgungslücke von mindestens zwei Millionen Wohnungen auftut. In Schleswig-Holstein werden geschätzt neben 80.000 Einfamilienhäusern rund 40.00 Wohnungen benötigt.

„Da die Anzahl der Neubauvorhaben trotz Anstiegs noch immer zu gering ist, wird dieser Wohnraumbedarf zu einem großen Teil durch Modernisierungsmaßnahmen im Bestand gedeckt werden müssen“, sagt Reinhard Richter, Vorsitzender der Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen. In dem Verband sind Betriebe verschiedener Gewerke über ihre Innungen und Fachverbände organisiert. Die Mitgliedsbetriebe der Fachgemeinschaft sind speziell auf das barrierefreie Bauen und Modernisieren geschult.

Angesichts der Zahlen wird deutlich, dass Eigenheimbesitzer gut beraten sind, ihr Haus rechtzeitig umzugestalten oder bei einem Neubau gleich die Barrierefreiheit einzuplanen, zumal sie zusätzlichen Komfort auch für jüngere Menschen und für Kinder bedeutet. Auch umsichtige Vermieter, die eine langfristig gute Vermietbarkeit und Werthaltigkeit ihres Eigentums sicherstellen wollen, tun gut daran, frühzeitig ihre Mietwohnungen so zu renovieren, dass sie generationenübergreifend altersgerecht sind, denn Bewegungseinschränkungen haben nicht nur ältere Menschen, sondern auch kleine Kinder.

Besonders wichtig ist die Umgestaltung von Bad und Küche. Erfahrungsgemäß sind Küchen und Bäder nach rund 20 Jahren der Nutzung ohnehin zu erneuern. Dann empfiehlt
es sich, diese bestmöglich altersgerecht neu auszustatten.

„Das Badezimmer steht besonders im Fokus, wenn sich über Hindernisse der Nutzung nicht mehr hinwegsehen lässt“, sagt Richter. Eine rechtzeitige Planung beispielsweise eines höhenverstellbaren WCs, der Einbau einer bodengleichen Dusche oder eine kombinierte Dusch- und Badewanne mit bodengleichem Einstieg sind einige der Möglichkeiten.

Auch in der Küche sollte an ausreichend Platz für Rollstuhl oder Rollator gedacht werden. Ebenso sollten Arbeitsplatten, Einbaugeräte und Schränke entsprechend gut erreichbar sein.

Im gesamten Haus sollten breite Türen, schwellenfreie Übergänge und eine einfach zu bedienende Haustechnik in Betracht gezogen werden. Entsprechende Möglichkeiten bieten die Fachbetriebe des Metallbauer- bzw. Tischler-Handwerks auch für den Bereich Fenster, Balkontüren, Außenrollläden, usw. „Wir informieren herstellerneutral und kostenfrei über die Möglichkeiten des barrierefreien Neubaus und des barrierearmen Umbaus“, bietet Richter an. Weitere Informationen finden Sie unter www.fachgemeinschaft-barrierefrei.de

Foto: ©Artweger/ Twinline2

An den Anfang scrollen