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Wohlfühlen ohne Einschränkungen

ANZEIGE Die Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen e.V. wird auch in diesem Jahr auf der NordBau vertreten sein. In der Halle 7 am Stand 7335 können sich Messebesucher herstellerneutral und kostenfrei über den barrierefreien Neubau und barrierearmen Umbau informieren.

Nicht nur behinderten, erkrankten oder älteren Menschen wird das Leben ohne Angst vor Barrieren erleichtert. Auch junge, gesunde und aktive Menschen erfahren durch den Wegfall von Barrieren im Wohnbereich mehr Komfort. Ebenerdige, schwellenlose Hauseingänge sind beispielsweise ein Plus für Kinderwagen oder Fahrrad und eine bodengleiche Dusche erleichtert den Einstieg in jedem Alter. Manchmal sitzen auch Fenstergriffe oder Türklinken zu hoch, um sie bequem bedienen zu können. Es gibt viele solcher Alltagsbeispiele.

Doch neben dem Wunsch nach Komfort achten heute immer mehr Menschen bereits beim Neubau auf den Aspekt des Älterwerdens und möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Sie erreichen damit gleichzeitig einen höheren Wert ihrer Immobilie.

Bei vielen besteht bereits akut die Notwendigkeit, das Haus oder die Wohnung umzubauen. Zugleich steigt der Anteil Hochbetagter und die Anzahl an Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und altersbedingten Mobilitätseinschränkung überdurchschnittlich an.

In verschiedenen Meinungsumfragen haben nahezu 75 Prozent der Deutschen angegeben, solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu möchten. Diese Menschen brauchen einen auf sie zugeschnittenen Wohnraum.

Bis 2030 soll der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum bei rund 2,9 Millionen deutschlandweit liegen, womit sich eine Versorgungslücke von mindestens zwei Millionen Wohnungen auftut. In Schleswig-Holstein werden geschätzt neben 80.000 Einfamilienhäusern rund 40.00 Wohnungen benötigt.

„Ein großer Teil des benötigten Wohnraums wird durch Modernisierungs- und Anpassungsmaßnahmen geschaffen“, sagt Reinhard Richter, Vorsitzender der Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen. Gut beraten sind Bauherren, die mit qualifizierten Betrieben richtig planen und bauen. Denn bei der Umgestaltung oder dem Neubau gibt es Einiges zu beachten.

Besonders wichtig ist die Barrierefreiheit oder Barrierearmut von Bad und Küche. Erfahrungsgemäß sind Küchen und Bäder nach rund 20 Jahren der Nutzung ohnehin zu erneuern. Dann empfiehlt es sich, diese bestmöglich altersgerecht auszustatten.

„Insbesondere im Badezimmer zeigt es sich, dass man irgendwann über Hindernisse der Nutzung nicht mehr hinwegsehen kann“, sagt Richter. Ein höhenverstellbares WC, eine bodengleiche Dusche oder eine kombinierte Dusch- und Badewanne mit bodengleichem Einstieg sind einige der Möglichkeiten. In der Küche sollte an ausreichend Platz für Rollstuhl oder Rollator gedacht werden. Arbeitsplatten, Einbaugeräte und Schränke sollten entsprechend gut erreichbar sein.

Im gesamten Haus können viele Maßnahmen das Leben erleichtern: breite Türen und Balkontüren, schwellenfreie Übergänge, eine einfach zu bedienende Haustechnik, elektrische Außenroll­läden und vieles mehr.

In der Fachgemeinschaft sind Betriebe verschiedener Gewerke über ihre Innungen und Fachverbände organisiert, und zwar vom Baubetrieb über Elektro-, Metall- und Sanitär-Heizung-Klima- bis hin zu Tischlereibetrieben. Die Mitgliedsbetriebe sind speziell auf das barrierefreie Bauen und Modernisieren geschult. Sie erkennen Barrieren und beraten, entwickeln individuelle Lösungen und setzen diese fachgerecht um. „Wir informieren herstellerneutral und kostenfrei über die Möglichkeiten des barrierefreien Neubaus und des barrierearmen Umbaus“, bietet Richter an.

NordBau: Halle 7, Stand 7335

Foto:© Holst

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