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Warum nicht gleich ganz oben starten?

ANZEIGE Das Be- und Verarbeiten unterschiedlichster Baustoffe, energetische Gebäudeoptimierung und Solartechnik lernt man nicht an einem Tag. Deshalb sollte die dreijährige Dachdecker-Ausbildung niemand unterschätzen. Und doch hat mannach nur sechs Semestern bereits den Grundstein für seineberufliche Zukunft gelegt.

Jan Juraschek vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein geht ins Detail: Die Anforderungen von Bauherren und Gesetzgeber an die gesamte Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik – so die exakte Definition des Dachdeckerhandwerks – werden ständig höher. Das Dach muss auch bei zunehmenden Unwetterereignissen zuverlässig alle anderen Bauteile und das Interieur sowie die Bewohner des Hauses schützen.

Wenn es ins Dach hereinregnet, hilft auch der beste Arzt nicht. Und wenn es unter dem Dach im Sommer zu heiß wird und im Winter die Heizkosten drastisch steigen, kann auch der Dipl.-Betriebswirt nichts daran ändern. Gut also, dass es Dachdecker/-innen gibt.

„2,9 Millionen Studierende im Wintersemester 2016/17 an deutschen Hochschulen stehen gerade einmal 317.000 Auszubildenden im Handwerk gegenüber“, erläutert Jan Juraschek weiter. „Da muss sich niemand wundern, wenn Dachdecker immer gefragter sind.“

Für eine berufliche Zukunft empfiehlt Juraschek daher die Ausbildung im Handwerk – oder genauer gesagt: im Dachdeckerhandwerk. Dass es in dieser Ausbildung nicht nur ums Ziegelauflegen auf Dächer geht, verkennen immer noch viele Schüler, Eltern und Lehrer. So gehört die gesamte Gebäudehülle zu den Arbeitsbereichen der Dachdecker/-innen. Von der Fundamentabdichtung über die energetische Optimierung der Wandbereiche bis hin zur Dacheindeckung mit keramischen Baustoffen, Beton, Holz, Kunststofffolien, Bitumen, Metall – und sogar bis zur Vorbereitung einer ökologisch wertvollen Dachbegrünung reicht das Aufgabenspektrum dieses Handwerks. Da jedes Dach grundsätzlich ein Unikat ist, wird der Dachdeckerbetrieb eigentlich zur „Manufaktur“.

Die hohe Kompetenz dokumentiert sich nach Aussage von Jan Juraschek auch in der seit 2016 geltenden Neuregelung der Ausbildung in diesem Gewerk. Hier ist im dritten Ausbildungsjahr eine Spezialisierung auf eines der vielen Tätigkeitsfelder des Handwerks gefordert.

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz in der Nähe ist übrigens sehr einfach: Unter www.DachdeckerDeinBeruf.de kann mit wenigen Klicks ein Ausbildungsbetrieb gesucht und gefunden werden – inklusive aller Informationen zum Beruf und seinen Perspektiven. Gern hilft auch die regionale Dachdecker-Innung weiter. Die Kontaktdaten gibt es unter www.dachdecker-sh.de.

Foto:© Landesinnungsverband Dach

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