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Haus

Thermografie deckt auf

ANZEIGE Über die Wände, die Fenster oder das Dach eines Hauses geht oft mehr Wärme verloren als man glaubt. Es lohnt sich also, energetische Schwachstellen in der Gebäudehülle aufdecken zu lassen. Das spart nach einer Sanierung Heizkosten – und steigert gleichzeitig den Wohnkomfort.

Darüber informiert Architektin Dipl.-Ing. Angela Zett beim SHeff-Treff am 8. März von 18-20 Uhr im Energie-Ausstellungszentrum SHeff-Z in Neumünster. Bei der Thermografie wird die Wärmeabstrahlung mit einer Spezialkamera aufgenommen und farblich abgebildet. Als Faustformel gilt: Rot steht für eine hohe Wärmeabstrahlung, Gelb und Grün für mittlere und Blau für geringe Wärmeverluste.

„Wer sein Haus sanieren möchte, erhält mit Wärmebildern zuverlässige Hinweise auf Wärmebrücken und Leckagen an der Wärmedämmung. Im Extremfall können diese zu Schimmel führen“, sagt die Dozentin der Fachhochschule Lübeck und stellvertretende Vorsitzende des SHeff-Z-Vereins. Anhand der Wärmebilder lässt sich auch der Erfolg einer Baumaßnahme überprüfen. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt für die Thermografie? Und was muss beachtet werden? Auch dazu liefert die Expertin wertvolle Tipps.

Wärmebilder sollten bei Außentemperaturen unter zehn Grad gemacht werden. „Idealerweise am frühen Morgen, wenn die Oberflächen noch nicht durch die Sonne aufgeheizt sind.“ Vor dem Thermografie-Termin sollte die Temperatur in allen Räumen zwölf Stunden konstant bei 20 Grad liegen. Eine qualitativ gute Aufnahme von geschulten und zertifizierten Fachleuten mit vielen Einzelbildern und einer richtigen Auswertung kann bis zu 500 Euro kosten. Durch die Investition erhalten Bauherren einen schnellen Eindruck über die energetische Qualität der Gebäudehülle. Angela Zett: „Die Thermografie ist immer Baustein einer fachlichen Energieberatung.“

Wärmedämmung für das Haus zahlt sich aus
Dass durch eine fachgerechte Dämmung der Außenwände die Energieverluste spürbar reduziert werden können, darüber informiert Dipl.-Ing. Ümit Karaarslan, Energieberater der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, beim zweiten SHeff-Treff im Energie-Ausstellungszentrum. Die Veranstaltung findet am 22. März von 18-20 Uhr statt. In seinem Vortrag räumt der Experte zunächst mit dem Vorurteil auf, dass Dämmungen schlecht für Gebäude seien, weil die Wände nicht atmen können.

„Solche und andere Meldungen zur Wärmedämmung sind unwahr und verunsichern die Hausbesitzer“, sagt Ümit Karaarslan. Der Experte erläutert, welche Maßnahmen angesichts der steigenden Energiekostendiskussion sinnvoll sind. Er zeigt dabei Möglichkeiten auf, wie sich im Winter effektiv Wärmeverluste verhindern und im Sommer angenehmere Temperaturen in den Wohnräumen erreichen lassen. Wer sich für eine Dämmung entscheidet, sollte diese Maßnahme allerdings sorgfältig planen.

Dazu gehören neben der Auswahl geeigneter Dämmmaterialien und Konstruktionen auch Vorkehrungen zum Schutz vor Feuchtigkeit und die Vermeidung von Wärmebrücken. Entscheidend sei daher, sich zunächst ausführlich beraten zu lassen.

„Wenn ohnehin Fassadenarbeiten wie Neuanstrich, Putzerneuerung oder Sanierung von Rissen anstehen, lassen sich diese Arbeiten optimal mit der Dämmung der Außenwände verbinden“, so der Architekt.

„Das spart nicht nur Energie, sondern führt auch zu einem besseren Raumklima.“ Dachsanierung, Luftschichtdämmung der Außenwand und kleinere energetische Maßnahmen mit geringem Kostenaufwand werden ebenfalls an diesem Abend angesprochen. Der Vortrag ist dank der Projektförderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kostenfrei. Anmeldungen zum SHeff-Treff werden online erbeten: www.sheff-z.de, Veranstaltungen

Schleswig-Holstein Energieeffizienz-Zentrum
Justus-von-Liebig-Straße 4a
24537 Neumünster
Telefon 04321/ 602 29 82
www.sheff-z.de

New Energy: Halle 2, Stand B35

Foto: ©epr/dgfm

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