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Sicherheit in den eigenen 4 Wänden

ANZEIGE Die polizeiliche Kriminalstatistik weist für Schleswig-Holstein im Jahr 2017 eine Gesamtzahl von 5.403 Einbrüchen in Privat­haushalten aus. Damit sind die Einbruchzahlen, wie bereits im Jahre 2016, erfreulicherweise erneut zurückgegangen. Dennoch befinden sich die Zahlen noch immer auf einem Niveau, bei dem keineswegs von Entwarnung gesprochen werden kann.

Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig tagsüber, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit der Bewohner. Die sicherungstechnischen Fachberater der Polizei kennen die Vorgehensweisen der Täter und wissen genau, wie man Einbrechern einen Riegel vorschieben kann.

Unabhängige Beratung
In Halle 8 (Stand 8230) auf der NordBau bietet die Polizei Bauherren, Haus- und Wohnungsbesitzern ebenso wie Gewerbetreibenden neben vorbeugenden Verhaltensregeln auch firmenneutrale Empfehlungen zu geprüften einbruchhemmenden Produkten und zu kompetenten Einbaufirmen an. Einbruchschutz wird bei der Bauplanung und Modernisierung immer noch zu wenig berücksichtigt. „Dabei zeigen Tatortauswertungen, dass jeder dritte Einbruch an vorhandener Sicherungstechnik scheitert“, so Kay Katzenmeier vom Landespolizeiamt.

Anerkannte Qualifizierung
„Das beste Produkt nützt allerdings gar nichts, wenn es falsch angebracht ist. Dafür benötigt man unbedingt den Facherrichter”, verdeutlicht Kay Katzenmeier. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, werden Tischlereien, Metall-, Glas- und Rollladenbauer regelmäßig von der Polizei und durch die Qualitätsgemeinschaft Sicherungstechnik Nord (QSN) in Sachen mechanische Sicherungseinrichtungen fortgebildet.

Einbruchschutzprogramm erneut aufgelegt
Das Zuschussprogramm zum Einbruchschutz des Landes Schleswig-Holstein wurde im Mai 2018 neu aufgelegt, nachdem die Mittel im November 2017 aufgebraucht waren. Das Programm unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer von selbstbewohnten Bestandsimmobilien, ihr Eigentum gegen Einbrüche sicherer zu machen. Die Landespolizei informiert auf der NordBau zu den Programmdetails (vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Restmitteln).

 

Einfache Verhaltensregeln

-Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür doppelt ab.
-Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
-Verstecken Sie den Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
-Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
-Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Fazit: Schon einfache technische Maßnahmen können das Einbruchrisiko erheblich reduzieren. Nutzen Sie das kostenlose Beratungsangebot der Handwerksbetriebe auf dem Adressennachweis der Landespolizei Schleswig-Holstein.

 

Landespolizeiamt Schleswig-Holstein
Zentralstelle Polizeiliche Prävention
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon 0431/ 16 06 55 55
www.polizei.schleswig-holstein.de

(Foto: ©Frahm)

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