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Rauchmelder

Sicherheit der Immobilie durch Rauchmeldergeräte

ANZEIGE Die Feuerwehren in Deutschland sprechen von rund 500 Opfern jedes Jahr, die durch Wohnungsbrände ihr Leben verlieren. Brände, die hätten vermieden werden können. Nachts vom Feuer und Rauch überrascht zu werden, ist mehr als nur tragisch. Rauchmeldegeräte können jedoch Leben retten. Die ganze Immobilie kann durch eine Rauchmeldealarmanlage vor einer gänzlichen Zerstörung durch die Flammen bewahrt werden. Der emotionale Verlust eines geliebten Menschen oder Haustieres sowie der materielle Verlust von Wertsachen, Erinnerungstücken, Verträgen, Fotoalben und kostbaren Möbeln, sind Verluste, die viele Betroffene nur schwer verarbeiten und verkraften können.

Die notwendigen Maßnahmen und Pflichten für Mieter, Eigentümer und Hausverwaltungen
Beim Rauchmelder Gesetz, bei dem das Bundesland Niedersachsen vorgeprescht ist, gilt die Pflicht der Installation nicht nur bei Neu- und Umbauten. Für immer mehr bereits bestehende Wohnungen und Häusern in Deutschland tritt die Rauchmelder-Pflicht in Kraft. In Niedersachsen endete Ende 2015 die Übergangsfrist für bestehende Häuser. Bei der Rauchmelder Pflicht in Niedersachsen, die als Verordnung in der Niedersächsischen Bauordnung (NbauO §44 Satz 5) festgeschrieben ist, wird genau festgelegt, wer für die Wartung der Geräte und den Einbau der Rauchmelder zuständig ist.

Der Eigentümer übernimmt in der Regel diese Aufgabe, er kann sie aber auch weiter delegieren. In diesen Fällen übernimmt der zuständige Hausmeisterdienst bzw. die Hausverwaltung die Überprüfung und Kontrolle der Rauchmeldeanlagen. Als eine der ersten Hausverwaltungen in der Landeshauptstadt Hannover hat die Haus- und Immobilienverwaltung HGM im Rahmen ihrer Hausverwaltertätigkeiten den Rauchmelderservice bereits vor feststehender Gesetzgegbung als festen Bestandteil in ihrem Leistungskatalog aufgenommen. Seit dem 1 November 2012 besteht in Niedersachsen die Einbaupflicht von Raummeldern für Um- und Neubauten. Für bestehende Wohnungen gilt in weiten Teilen Deutschlands die Rauchmeldereinbaupflicht. Auch in Kinderzimmern und Fluren sowie in Schlafräumen und auf Rettungswegen, die von Aufenthaltsräumen ins Freie führen, sind Rauchmeldeanlagen rechtlich vorgeschrieben.

Die Verantwortung übernimmt wer?
Die Hausverwaltung muss sich darum kümmern, ob die Eigentümer ihrer Verpflichtung zwecks Feuerschutz nachkommen. Die Mieter und Pächter haben, bezogen auf die Betriebsbereitschaft, die Pflicht, sich um die Sicherheitsmaßnahmen zu bemühen. Der Einbau von Rauchmeldern und in welchen Räumen sie installiert werden, ist meist Vermietersache.

Die zuständige Gebäudeverwaltung kann von Fall zu Fall rigoros durchgreifen, sollten rechtliche Vorschriften missachtet oder nur halbherzig durchgeführt werden. Die jährliche Wartung ist wichtig, da nur auf diese Weise eventuelle Schäden oder Mankos festgestellt werden können. Schlafzimmer und Kinderzimmer müssen mit Rauchmeldern ausgestattet werden, die entscheidenden Grundlagen dafür liefert die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Die rechtlichen Vorschriften betreffen in erster Linie den Immobilieneigentümer
Laut Gesetz muss letztendlich der Eigentümer der Immobilie für den Brand- und Sicherheitsschutz des Gebäudes oder der Wohnung geradestehen. Die Anschaffung der Rauchmeldegeräte bei vermieteten Wohnungen stellt eine Modernisierung der Wohnfläche dar, ist aber auch mit Kosten verbunden. Der Eigentümer kann von den anfallenden Kosten ca. 11 Prozent auf die Betriebskosten umlegen bzw. kann es für den Mieter zu einer minimalen Erhöhung der Jahresmiete führen. Laut rechtlichen Vorschriften kann in Niedersachsen der Verzicht auf eine Rauchmeldeanlage als Ordnungswidrigkeit geahndet werden und der Schuldige kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.

Flexibilität und Vorteile bei einer Rauchmelderanbringung
Die Möglichkeiten bei einer Rauchmelderanbringung sind groß, dennoch ist der Montage-Ort des Rauchmelders entscheidend. Das Rauchmeldegerät muss zudem sachgemäß installiert werden, sonst erfüllt es nicht den Zweck und Sinn eines Sicherheitsapparates. Grundsätzlich gilt die Mitte eines Raumes als idealer Ort. Ein großer Vorteil ist der, dass man jede Art von Rauchmeldern überall anbringen kann, optimal am besten dort, wo elektrische Geräte ein Gefahrenpotenzial darstellen.

In Küche und Bad werden gerne Hitzemelder angebracht, die bei der Übersteigung von 58 Grad Celsius Alarm schlagen. Ein weiterer Vorteil in Niedersachsen ist, dass die Wartung sowie das regelmäßige Wechseln der Batterie und die Funktionsprüfung laut der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) auch der Vermieter veranlassen kann. Sind die Raucheindringungsöffnungen des Gerätes verschmutzt, müssen diese im Zuge der Wartung gereinigt werden. Im Normalfall reicht ein Rauchalarmgerät pro Zimmer.

Die Installation von Rauchmeldern mit Batterie ist einfach und kostengünstig. Die Vorteile von Funkrauchmeldern sind, dass diese untereinander vernetzt, verlinkt und gekoppelt werden können. Die Eigentümer oder die Mieter haben die Möglichkeit, zwischen preisgünstigen oder teuren Rauchmeldegeräte zu wählen. Der Unterschied liegt hierbei meist in der längeren Laufzeit. Bei den kostspieligeren Rauchmeldern ist aber auch eine höhere Alarmsicherheit (weniger Fehlalarme) gegeben und die Geräte sind oftmals mit Sonderfunktionen ausgestattet.

Die Aufgabe der Immobilienverwaltung bezüglich Einbau und Wartung von Rauchmeldern
Die Aufgabe der Gebäudeverwaltung ist es, dafür zu sorgen, dass die Einhaltung aller Bauvorschriften gewährleistet wird und dazu gehört auch der Einbau von Rauchwarnmeldern. Die Verwaltung übernimmt die Verantwortung, sofern in der Bauordnung die Festlegung der Zuständigkeit für den Einbau und die Wartung fehlt.

In den meisten Fällen obliegt diese Pflicht dem Eigentümer. Es gibt weder ein Gesetz noch eine Vorschrift, die dem Eigentümer den Einbau von Rauchwarnmeldern verbietet. Dies gilt auch für vermietete Wohnungen. Außerdem sorgt die Verwaltung dafür, dass der Einbau und die Wartung der Rauchwarnmelder stets dokumentiert werden.

Fazit
Die Sicherheit der Immobilie durch richtig installierte und platzierte Rauchwarnmelder wird weitgehend garantiert. Wird auf Rauch schnell reagiert, dann können viele Tragödien vermieden werden. Der grelle Alarm schreckt den größten Tiefschläfer auf. Vor allem in Haushalten, in denen geraucht wird, etliche elektrische Geräte regelmäßig bedient werden und kleine Kinder wohnen, bringen Rauchwarnmelder sehr wohl die gewünschte Sicherheit. Die Rauchmelder-Pflicht kann somit durchaus als sinnvolle Maßnahme verstanden werden. Niedersachsen spielt hier eine führende Rolle und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Verordnung bundesweit durchsetzen wird.

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