Überspringen zu Hauptinhalt
Schutz Vor Sommerlicher Überhitzung

Schutz vor sommerlicher Überhitzung

ANZEIGE Der Schutz vor sommerlicher Überhitzung rückt immer stärker ins Bewusstsein von Planern und Bauherren – die Gebäudedämmung spielt dabei eine zentrale Rolle. Aktuelle Forschungsergebnisse stellen Dämmung aus Zellulose ein gutes Zeugnis aus.

Der natürliche Dämmstoff hält im Vergleich zu konventioneller Glas- oder Steinwolle mehr Hitze draußen und lässt dank längerer Phasenverschiebung die aufgebaute Außenwärme erst deutlich später und in verminderter Form ins Gebäudeinnere.

Der Wärmeeintritt erfolgt damit erst in den späteren Abendstunden, wenn die gesunkenen Außentemperaturen wirkungsvolles Lüften wieder zulassen. Vor allem für Dachgeschoss­bewohner verbessert sich der Wohnkomfort deutlich.

Neben der winterlichen Wärmedämmung rückt der Schutz vor sommerlicher Überhitzung immer stärker ins Bewusstsein von Planern und Bauherren – nicht umsonst weist beispielsweise die Expertenbefragung „Zukunft Bauen“ seit Jahren die sommerliche Überwärmung als eine der „größten Herausforderungen“ aus. Besonders gut schneidet dabei der organische Dämmstoff Zellulose ab.

Zellulose hält mehr Hitze draußen
So hat beispielsweise die „Holzforschung Austria“ in ihrem Forschungsprojekt „energy efficiency“ die Sommertauglichkeit von Holzgebäuden untersucht und dabei auch Einflussfaktoren der Außenwand auf die Innentemperatur unter die Lupe genommen.

Analysiert wurden die vier Faktoren Fassadenfarbe (hell/dunkel), Dämmung (ISOCELL-Zellulose/Steinwolle), Konstruktion (Holzrahmenbau/Holzmassivbau) und Innenbeplankung (Gipskartonplatten/Holzwolleplatten). Ermittelt wurden die Daten in einem bauphysikalischen Forschungshaus mit modularen Versuchswänden.

Um das sommerliche Verhalten der Bauteile studieren zu können wurden die Temperaturen in den einzelnen Schichten der Außenwandbauteile bestimmt. Aus den vier Einflussfaktoren der Bauweise wurden insgesamt 63 Prüfaufbauten zusammengestellt und mit je zwei Varianten untersucht.

Das Ergebnis: Den stärksten Einfluss auf das Innentemperaturniveau hat die Fassadenfarbe in Abhängigkeit von der Himmelsrichtung. An zweiter Stelle – vor der Art der Wandkonstruktion und der Innenbeplankung – folgt die „Wahl des Dämmstoffes mit der entsprechenden Rohdichte, wobei die Dämmstoffdicke ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt“.

Die Messungen ergaben einen Temperaturunterschied zwischen Konstruktionen mit Steinwolle und Konstruktionen mit Zellulose von 0,32 K (Holzrahmenbauweise) bzw. 0,42 K (Holzmassivbauweise) zugunsten von Zellulose. Die Temperaturunterschiede sind laut Holzforschung Austria auf die spezifische Wärmekapazität und Rohdichte der Dämmstoffe zurückzuführen.

„Sowohl in Holzmassivbauweise als auch in Holzrahmenbauweise liegen die Innenoberflächentemperaturen der Wandaufbauten mit ISOCELL-Zellulosedämmung niedriger als bei den Aufbauten mit Steinwolledämmung“, fasst Gabriele Leibetseder, technische Leiterin von ISOCELL, dem Österreichischen Spezialisten für Einblasdämmung und Luftdichtheit, zusammen.

Entscheidende Stunden
Noch stärker als in den Wänden kommt dieser technische Vorteil in Dachflächen und letzten Geschossdecken zum Tragen, da dort die äußeren Oberflächentemperaturen in Abhängigkeit der Bedachung am höchsten sind.

In einem Forschungsgebäude der Fachhochschule Kärnten in Villach, in dem seit vier Jahren ein weiteres Projekt von ISOCELL läuft, ergaben vergleichende Wärmestrommessungen von unterschiedlich gedämmten Dachaufbauten deutliche Unterschiede bei der Phasenverschiebung – dieser Wert beschreibt in Stunden, wie lange eine Temperaturwelle braucht, um von außen nach innen zu gelangen.

Bei einem Kiesdach beispielsweise ergab sich zwischen Glaswolldämmung und Zellulosedämmung ein Unterschied von über 3 Stunden zugunsten von Zellulose – mit Zellulosedämmung erfolgte die Phasenverschiebung erst um 21 Uhr abends.

„Diese Zeitspanne ist entscheidend dafür, ob der Hitzeeintrag abgelüftet werden kann, weil inzwischen die Außentemperaturen gesunken sind, oder nicht“, betont Leibetseder.

ISOCELL GmbH
Gewerbestraße 9
5202 Neumarkt am Wallersee
Telefon 0043/ 6216/ 4108
www.isocell.at

NordBau: Halle 3, Stand 3225

Foto: ©Isocell/ HLC

An den Anfang scrollen