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Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Die Fachberater der Polizei zeigen, wie schnell ein herkömmliches Fenster aufgehebelt werden kann Foto: Frahm
ANZEIGE Die sicherungstechnischen Fachberater der Polizei haben ständig mit Einbrüchen zu tun. Sie kennen die Vorgehensweisen der Täter und sie wissen genau, wie man Einbrechern einen Riegel vorschieben kann.

In Halle 7 (Stand 7333) der NordBau bietet die Polizei allen interessierten Haus- und Wohnungsbesitzern, Bauherren und Gewerbetreibenden neben vorbeugenden Verhaltensregeln auch firmenneutrale Empfehlungen zu geprüften, sinnvollen einbruchhemmenden Produkten und zu kompetenten Einbaufirmen.

Einbruchschutz wird bei der Bauplanung immer noch zu wenig berücksichtigt. Nur wenige der neu gebauten Einfamilienhäuser verfügen über ein Minimum an Einbruchschutz. „Dabei scheitert jeder dritte Einbruch an vorhandener Sicherungstechnik“, sagt Kay Katzenmeier vom Landespolizeiamt. „Tatortauswertungen zeigen, dass viele Einbrüche durch Sicherungstechnik verhindert werden konnten.“

Nicht nur beim Neubau, auch bei Bestandsimmobilien lohnt sich die Investition in fachmännisch nachträglich eingebaute Sicherheitsprodukte. “Das beste Produkt nützt gar nichts, wenn es falsch angebracht ist. Dafür benötigt man unbedingt den Facherrichter”, betont Kay Katzenmeier. “Die Hälfte der Sicherungsmaßnahmen sind falsch eingebaut”, weiß er aus dem polizeilichen Alltag und nennt die aktuellen Statistikzahlen. In Schleswig-Holstein gab es im Vorjahr 7.534 Einbrüche in private Wohnräume.

Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, werden Tischlereien, Metall-, Glas- und Rollladenbauer regelmäßig von der Polizei und über die Qualitätsgemeinschaft Sicherungstechnik Nord (QSN) in Sachen mechanische Sicherungseinrichtungen fortgebildet. Gleiches gilt für VdS-zertifizierte Elektrobetriebe im Bereich Überfall- und Einbruchmeldeanlagen.

“Erst wenn ein Betrieb die Qualifizierung erreicht hat, bekommt er eine Urkunde und wird in unseren Empfehlungskatalog aufgenommen”, so der sicherungstechnische Fachberater der Polizei. Verbraucher haben dadurch die Auswahl unter mehreren zuverlässigen und vertrauenswürdigen Betrieben aus den Regionen. Die polizeilich anerkannten Errichterbetriebe können nicht nur die richtigen und sinnvollen einbruchhemmenden Produkte vorstellen, sondern auch einen qualifizierten Einbau von Sicherungseinrichtungen auf Grundlage der polizeilichen Vorbeugungsprogramme vornehmen.

Weitere Informationen über wirksamen Einbruchschutz sowie Adressen von polizeilich anerkannten Errichterunternehmen finden Sie unter www.polizei.schleswig-holstein.de oder unter www.qsn-einbruchschutz.de.
Die Polizei rät: „Machen Sie Gebrauch von der Kompetenz und dem kostenlosen Beratungsangebot der geschulten Handwerksbetriebe, die im Adressennachweis aufgenommen wurden.“ Diese Betriebe sind Kooperationspartner von Polizei und QSN in Sachen qualifizierter Einbruchschutz.

Tag des Einbruchschutzes
Ein Termin zum Vormerken: Am 27. Oktober 2014 ist „Tag des Einbruchschutzes“. Aus diesem Anlass veranstaltet das Landespolizeiamt in Zusammenarbeit mit der QSN vom 22.-24. Oktober eine Ausstellung im CITTI-PARK Lübeck.



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