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Nachhaltig geplant ist effizient

ANZEIGE Expertentipp

Berücksichtigen Sie bereits bei der Konzeption Ihres Neubauprojektes die Grundregeln des nachhaltigen Planens und Bauens, dann können Sie getrost auf kosten- und wartungsintensive Heiz- und Lüftungstechnik verzichten.

Weniger ist oft mehr! Heutige Bauherren erhalten von Beginn ihrer Planungen an unzählige Varianten und – allzu oft nicht uneigennützige – Empfehlungen zu bestimmten Klima-, Lüftungs- und Heiztechniken. Die Optionen sind scheinbar grenzenlos, in jedem Fall komplex und in ihrer Wirksamkeit schwer abzuwägen.

Ohne hocheffiziente Wärmepumpen, zentrale Lüftungssysteme oder per Smartphone ferngesteuerte Beschattungssysteme scheint gegenwärtiges Bauen und zukünftiges Wohnen unmöglich geworden zu sein. Kein Markt im Bauwesen ist so umkämpft und undurchsichtig wie der der energetischen Gebäudetechnik. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Bauherren nach möglichst einfachen, verständlichen wie günstigen Heizsystemen zurücksehnen.

Die erfreuliche Nachricht ist: Obwohl die Ansprüche an ressourcensparende Heizsysteme und behagliches Wohnklima ständig steigen, müssen die haustechnischen Lösungen nicht immer komplizierter werden.

Bisweilen ist der simpelste und zugleich radikalste Lösungsansatz das schlichte „Weglassen“ von Gebäudetechnik. Damit der „Verzicht“ auf Haustechnik nicht gleichzeitig mit einem Verzicht auf Komfort und Behaglichkeit verbunden ist, ist es erforderlich, dass alle Bereiche des Hausbau-Projektes sicher und fachmännisch aufeinander abgestimmt werden.

So kann ein traditioneller Grundofen im Zentrum Ihres Wohnraumes nicht nur die Versorgung Ihres gesamten Hauses mit behaglicher Wärme übernehmen. „Zugleich sorgt der Grundofen bei sorgfältiger Planung über Treppen- und Galerieöffnungen für ausreichende Luftwechselraten in Ihren Wohnräumen“, weiß Diplom-Ingenieur Fred Kröger, „und das ganz ohne Lüftungstechnik oder zentraler Wärmeverteilung“.

Steht der Wunsch der Bauherren nach einer Grundofenheizung bereits zu Beginn der Hausplanung fest, können Architekt und Energieberater dies bei der Konzeption des Hauses bereits berücksichtigen und alle wichtigen Parameter des Gebäudekonzeptes daraufhin abstimmen. Sowohl der Hausentwurf selbst als auch die zum Bau verwendeten Baustoffe stehen bei diesem Heizkonzept in einer sehr engen Wechselbeziehung.Eine hervorragende, mit Naturfasern gedämmte, dampfdiffusionsoffene Gebäudehülle zur Bildung eines angenehmen Raumklimas ist hier
ebenso unerlässlich wie die Planung einer sichtbaren Holzbalkendecke, in deren Gefachen sich die aufsteigende Wärme des Grundofens stauen kann, um – wie bei einer richtigen Fußbodenheizung – die Räume des Obergeschosses zu beheizen.

Ein Grundofen lässt sich ganz ohne elektrische Energie betreiben. Die Kosten für einen auf die jeweilige Größe des Hauses abgestimmten Grundofen liegen zwischen 15.000 und 20.000 Euro, die Jahres-Heizkosten ebenso je nach Hausgröße bei 200-400 Euro (4-8 m³ Scheitholz FI/TA).

Die Energie zur Erwärmung des Brauchwassers wird entweder über einen elektrischen Durchlauferhitzer oder über eine kleine Wärmepumpe erzeugt, die die Abluft aus den Bädern zur Wärmegewinnung nutzt. Zusammen mit dem elektrischen Durchlauferhitzer erreicht ein Haus mit Grundofenheizung in der Regel den Energiestandard KFW55, mit der Abluftwärmepumpe sogar den KFW-40-Standard.

Foto: ©Kröger Hausplan

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