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Fleckenratgeber: Teppichböden mit praktischen Tricks effektiv reinigen

ANZEIGE Teppichböden vereinen viele Vorteile. Sie strahlen Behaglichkeit aus, dämmen den Trittschall und gewährleisten ein warmes Laufgefühl. Nachteilig an textilen Bodenbelägen ist allerdings der Pflegeaufwand. Flecken lassen sich teilweise nur umständlich entfernen, sodass der Fußboden nach gewisser Zeit von unschönen Schönheitsmakeln geprägt ist. Mit cleveren Tricks lassen sich viele Verunreinigungen entfernen.

Auf Material und Schmutz kommt es an
Zunächst gilt es festzuhalten, dass es einen Allzweckreiniger gegen sämtliche Flecken auf allen erdenklichen Teppichen nicht gibt. Ob die Reinigung Erfolg hat, hängt von zwei Faktoren ab: dem Teppichmaterial und der Schmutz-Art. Zum einen gibt es robuste und sehr empfindliche Teppiche. Während sich manche Modelle ohne Weiteres mit einfachen Hausmitteln bearbeiten lassen, erfordern empfindliche Fasern spezielle Teppichreiniger, um die Fasern nicht zu beschädigen. Zum anderen ist je nach Inhaltsstoffen des Flecks, wie beispielsweise Rotwein oder Kaffee ein anderes Mittel die richtige Lösung. Abhängig davon, ob es sich zum Beispiel um fett- oder eiweißhaltige Verunreinigungen handelt, wird ein anderes Putzmittel benötigt. Individuelle Reiniger gibt es unter anderem in Drogerien sehr günstig.

Tipps zur Vorgehensweise
Generell gilt: Textile Oberflächen wie bei Teppichböden sollten nie durch grobes Rubbeln bearbeitet werden. Diese Art von Reinigung kann die Fasern dauerhaft schädigen und optische Abweichungen zur Folge haben. Wesentlich schonender ist es Reinigungsmittel ausschließlich durch Tupfen aufzutragen und einzuarbeiten. Durch eine Einwirkzeit können die Bestandteile in die Fasern eindringen und so Verschmutzungen beseitigen. Nach dem Einarbeiten von Putzmitteln gilt es diese gründlich mit klarem Wasser und einem frischen Tuch zu entfernen. Die Befeuchtung sollte großzügig um den Fleck erfolgen, um unschöne Rändern vorzubeugen. Dies ist besonders bei kurzflorigen Teppichen wichtig.

Im Idealfall wird Schmutz, egal ob Speise- oder Getränkereste unmittelbar nach der Verschmutzung entfernt. Denn umso schneller mit der Reinigung begonnen wird, desto besser stehen die Chancen für eine restlose Entfernung. Bei Speiseresten oder Straßenschmutz, der mit den Schuhen in die Wohnung getragen wird, sollte zunächst das Gröbste mit Küchentüchern aufgenommen werden. Anschließend kann ein saugstarkes Handtuch aufgelegt und etwas Sprudel darüber gegossen werden. Handtuch und Mineralwasser sorgen durch Tupfen dafür, dass die flüssigen Bestandteile des Schmutzes auf das Handtuch übergehen. Mit dieser Vorgehensweise wird grober Schmutz beseitigt, bevor er tiefer in das Gewebe eindringen kann. Anschließend können die Überbleibsel der Verschmutzung mit entsprechenden Reinigern bearbeitet werden.

Egal welche Reinigungsutensilien eingesetzt werden: Testen Sie diese an einer möglichst unauffälligen Stelle, da Farbunterschiede leider nie gänzlich ausgeschlossen werden können.

Backpulver
Bei robusten Teppichen kann Backpulver helfen. Dazu das Backpulver auf den Fleck schütten und mit einem trockenen Schwamm kreisförmig in die Fasern einarbeiten. Heißes Wasser in eine Sprühflasche geben und reichlich auf die entsprechende Stelle aufsprühen. Jetzt benötigt das Backpulver Zeit zum Wirken. Vier Stunden dürfen es gerne sein. Anschließend das getrocknete Backpulver durch saugen entfernen. Achtung: Backpulver ist nicht bei jedem Teppich eine gute Idee! Bei empfindlichen Gewebearten ist dringend davon abzuraten.

Milde Alternativen
Bei Teppichböden aus Naturfasern wie Wolle ist besondere Vorsicht geboten. Die Fasern reagieren sehr sensibel auf starke Reiniger. Deshalb sollten nur klares Wasser und eine milde Seife zum Einsatz kommen. Werden Seifen eingesetzt, ist es elementar das Seifenwasser gründlich auszuwaschen, in dem der Reinigungsbereich mehrmals gründlich mit einem frischen Tuch und klarem Wasser abgetupft wird. Ansonsten sorgen die Seifenreste dafür, dass künftige Verschmutzung noch schlechter entfernt werden können. Auch Wollwaschmittel sind eine denkbare Alternative, da sie auf das Material abgestimmt sind. Hilft einfache Seifenlauge nicht, kann herkömmliches Haarshampoo ausprobiert werden. Was der Kopfhaut nicht schadet, ist auch bei vielen Fasern kein Problem.

Hausmittel gegen Teppichflecken
Die folgende Liste enthält einige praktische Tricks, um typische Flecken mit Hausmitteln zu entfernen:

  • Rotwein: Schnelles Handeln ist bei Rotwein entscheidend. Zunächst Salz auf den Fleck schütten. Es saugt den Rotwein auf. Anschließend Salz mit Küchentüchern entfernen und die verunreinigte Stelle mit Seifenlauge und klarem Wasser einweichen. Zum Schluss klares Wasser einsetzen und die Fläche von außen nach innen final von sämtlichen Rückständen befreien.
  • Kaffee: Ein Feinwaschmittel in lauwarmem Wasser auflösen und mit einem Schwamm von außen nach innen auf den Fleck auftragen. Einige Minuten einwirken lassen und die Fasern mit klarem Wasser mit der gleichen Vorgehensweise reinigen. Alternative: Backpulver auf den Fleck schütten, mit Wasser einweichen und einige Stunden trocknen lassen. Das Backpulver leistet häufig hervorragende Arbeit.
  • Blutflecken: Blutflecken müssen schnell aus Teppichen entfernt werden. Kaltes Wasser nehmen und von außen nach innen auf den Fleck auftragen. Mit einem saugstarken Lappen lässt sich das aufgeweichte Blut abtupfen. Alternativ wird Backpulver oder Natron aufgestreut. Es bindet Blut, braucht aber Zeit zum Einwirken. „Ist der Blutfleck bereits eingetrocknet, sodass er sich nicht mehr durch reines Wasser lösen lässt, stellen Sie aus Waschpulver und Wasser eine dicke Paste her. Mithilfe eines Schwamms wird der dicke Brei auf den mit Wasser getränkten Blutfleck auftragen“, so der Tipp unter http://www.waschen-putzen-reinigen.de.
  • Schokolade: Ein Kühl-Akku auf die Schokolade legen. Durch die Kälte wird diese fest und lässt sich dann einfacher abnehmen. Schokoladenreste mit etwas Butter betupfen, um sie zu binden. Mit klarem Wasser und milder Seife säubern.

Wenn alles nichts hilft
Nicht alles, lässt sich mit einfachen Hausmitteln entfernen. Manche Flecken sind überaus hartnäckig. In solchen Fällen sollten Sie keinesfalls zu Chemiekeulen, Bleichmitteln oder Dampfgeräten greifen. Beides kann den Teppichböden langfristig schaden beziehungsweise dafür sorgen, dass der Schmutz dauerhaft eingebrannt wird. Stattdessen sollten Sie einen lokalen Profi beauftragen, der mit speziellen Teppichreiniger-Maschinen anrückt und selbst empfindliche Böden schonend säubert. Ein lokaler Ansprechpartner ist deshalb ratsam, weil sich so kostspielige Anfahrten vermeiden lassen. Wohnen Sie zum Beispiel im Raum Karlsruhe wäre der Gebäudereiniger, der sich unter http://www.gebaeudereinigung-karlsruhe.org präsentiert, ein denkbarer Ansprechpartner. Die Fachkräfte solcher Betriebe verfügen nicht nur über geeignete Gerätschaften, sondern gleichzeitig über das nötige Know-how, um Fußböden ohne Schäden zu säubern.

Garantieleistung
Bei neuen Teppichen ist es ratsam vor einer eigenhändigen Reinigung die Pflegeanleitung des Herstellers sorgfältig zu lesen. Kommt ein ungeeignetes Mittel zum Einsatz, das den textilen Bodenbelag beschädigt, entfällt die Garantieleistung und somit der Anspruch auf Ersatz. Wird stattdessen die empfohlene Vorgehensweise gewählt und es kommt dennoch zu Beschädigungen, können Sie je nach Grund des Schadens eine Ausbesserung fordern.

Sind nicht Flecken, sondern Gerüche das Problem, ist das folgende Video hilfreich:

Foto: ©Pixabay (KreF)

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