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Ofen

Expertentipp: Weniger ist hier mehr

ANZEIGE Wieviel Haustechnik benötigt ein modernes Einfamilienhaus heute? Wenn Sie wollen, keine! Wenn Sie bereits bei der Konzeption Ihres Neubauprojektes die Grundregeln des nachhaltigen Planens und Bauens berücksichtigen, können Sie getrost auf kosten- und wartungsintensive Heiz- und Lüftungstechnik verzichten.

Ein traditioneller Grundofen übernimmt im Zentrum Ihres Wohnraumes nicht nur die Versorgung Ihres gesamten Hauses mit behaglicher Wärme, sondern sorgt über Treppen- und Galerieöffnungen zugleich für ausreichende Luftwechselraten in Ihren Wohnräumen, ganz ohne Lüftungstechnik oder zentraler Wärmeverteilung.

Weniger ist mehr! Heutige Bauherren sehen sich mit unzähligen Varianten und – allzu oft nicht uneigennützigen – Empfehlungen zu bestimmten Klima-, Lüftungs- und Heiztechniken konfrontiert.

Ohne hocheffiziente Wärmepumpen, zentrale Lüftungssysteme oder per I-Phone ferngesteuerte Beschattungssysteme scheint heutiges und zukünftiges Bauen und Wohnen nicht mehr möglich. Kein Markt im Bauwesen ist so umkämpft und undurchsichtig wie der der energetischen Gebäudetechnik. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Bauherren nach möglichst einfachen, verständlichen wie günstigen Heizsystemen zurücksehnen.

Nur weil die Ansprüche an ressourcensparende Heizsysteme und behagliches Wohnklima ständig steigen, müssen nicht zugleich die haustechnischen Lösungen immer komplizierten werden. Somit ist der simpelste und zugleich radikalste Lösungsansatz das schlichte „Weglassen“ von Gebäudetechnik. Damit der „Verzicht“ auf Haustechnik nicht gleichzeitig mit einem Verzicht auf Komfort und Behaglichkeit verbunden ist, ist es erforderlich, dass alle Bereiche des Hausbau-Projektes sicher und fachmännisch aufeinander abgestimmt werden.

Steht der Wunsch der Bauherren nach einer Grundofenheizung bereits zu Beginn der Hausplanung fest, hat der Architekt und der Energieberater dies bei der Konzeption des Hauses bereits zu berücksichtigen und alle wichtigen Parameter des Gebäudekonzeptes daraufhin abzustimmen. Sowohl der Hausentwurf selbst als auch die zum Bau verwendeten Baustoffe stehen bei diesem Heizkonzept in einer sehr engen Wechselbeziehung.

Eine hervorragende, mit Naturfasern gedämmte, dampfdiffusionsoffene Gebäudehülle zur Bildung eines angenehmen Raumklimas ist hier ebenso unerlässlich wie die Planung einer sichtbarer Holzbalkendecke, in deren Gefachen sich die aufsteigende Wärme des Grundofens stauen kann, um – wie bei einer richtigen Fußbodenheizung – die Räume des Obergeschosses zu beheizen.

Ein Grundofen lässt sich ganz ohne elektrische Energie betreiben. Die Kos-ten für einen, auf die jeweilige Größe des Hauses abgestimmten Grundofen liegen zwischen 15.000 und 20.000 Euro, die Jahres-Heizkosten ebenso je nach Hausgröße bei 200-400 Euro (4-8 m³ Scheitholz FI/TA).

Die Energie zur Erwärmung das Brauchwassers wird entweder über einen elektrischen Durchlauferhitzer oder über eine kleine Wärmepumpe erzeugt, die die Abluft aus den Bädern zur Wärmegewinnung nutzt.

Zusammen mit dem elektrischen Durchlauferhitzer erreicht ein Haus mit Grundofenheizung in der Regel den Energiestandard KFW55, mit der Abluftwärmepumpe sogar den KFW-40-Standard.

Foto: ©Kröger hausplan

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