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Expertentipp: Natürlich Bauen Und Dämmen – Natürlich Mit Holz

Expertentipp: Natürlich bauen und dämmen – natürlich mit Holz

ANZEIGE Der wohl bedeutendste und vielseitigste nachwachsende Rohstoff ist Holz. Bei Neubau und Umbau wird der ökologische Baustoff ebenso eingesetzt wie bei der Dämmung. Marc-Thomas Ratai, Inhaber der Zimmerei Ratai in Handewitt/ Jarplund, beantwortet wichtige Fragen zum Holzrahmenbau und zur Einblasdämmung.

Welche Vorteile bietet der Holzrahmenbau?
Der Holzrahmenbau stellt eine gute Alternative zum klassischen Massivbau dar. Holz bietet als Baustoff viele Vorteile. Es ist ein nachwachsender, recycelbarer, natürlicher Rohstoff mit einer günstigen CO2-Bilanz. Er ist vielseitig einsetzbar – vom Neubau über die Sanierung im Bestand bis zu Anbauten oder Dachgeschossausbauten. Die Fassaden- und Dachgestaltung ist individuell möglich, beispielsweise mit Verblendstein, Holz oder Plattensystemen. Weitere Vorteile sind die kurze Bauzeit durch den hohen Vorfertigungsgrad, die schnelle Montage vor Ort und die trockene Bauweise.

Auf welche Art wird Holz als Dämmstoff eingesetzt?
Wesentliche Elemente der Dämmung sind zum einen die Holzfaserdämmplatten und zum anderen die Holzwolle. Die Holzfaserplatten sind durchaus als ökologische Wärmedämmungsverbundsysteme zu bezeichnen. Sie sind wind- und wetterdicht und ersetzen herkömmliche Folien und Styropor.

Beim Neubau werden Dach- und Wandelemente aus Holzfaserplatten im Außenbereich sowie aussteifende Sperrholzplatten im Innenbereich verbaut und die Hohlräume mit Holzwolle gefüllt. Bei einer klassischen Dachsanierung werden Holzfaserplatten von außen aufgesetzt.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang Einblasdämmung?
Als Dämmmaterial wird Holzwolle verwendet, die aus komprimierten Holzfasern besteht. Bei der Einblasdämmung wird sie unter hohem Druck in alle Hohlräume geblasen und gelangt in jede Ritze. Sie wird gerne verwendet beim Holzrahmenbau, bei ungeometrischen Bauformen oder bei der Dachsanierung.

Warum ist Holz ein guter Dämmstoff?
Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern sorgen dafür, dass es an kalten Tagen warm und an heißen Tagen kühl bleibt. Durch die höhere Wärmespeicherkapazität gegenüber herkömmlichen Dämmstoffen kann Holz sowohl der Kälte als auch der Hitzeeinstrahlung mehr Widerstand entgegensetzen und die Temperaturen puffern. Durch die hohe Dichte haben Dämmstoffe aus Holz einen hohen Schallschutz. In Kombination mit anderen Materialien bietet Holz einen guten Brandschutz. Zudem sind sie vollständig recycelbar und können in den ökologischen Kreislauf zurückgeführt werden.

Kann Holz beim Hausbau überall verwendet werden?
Im Sockelbereich der Fassade sollte wegen der Nähe zum Erdreich und der aufsteigenden Feuchtigkeit kein Holz verwendet werden. Hier sind verrottungssichere Perimeterplatten besser geeignet und dazu ein grober Kiesstreifen. Hilke Ohrt

Foto: ©Bauprojekt Ziegler

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