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Energiespar-Check: Einsparpotenziale stecken überall im Haus

Der E-CHECK ist die normengerechte Prüfung aller elektrischen Anlagen und Geräte im Haus (Foto: Elektro-Innung)

Geräte, die unbemerkt Strom fressen, ohne im Einsatz zu sein. Glühlampen, die mehr als Heizung taugen denn als Lichtquelle. Netzteile, die munter Energie aus dem Stromnetz saugen, obwohl das Endgerät längst vollgeladen ist. „Wir kennen Ihre private Ökobilanz nicht, aber fest steht: Wenn es ums Energie sparen geht, können wir viel für Sie tun“, so das Elektro-Handwerk.

E-CHECK überprüft Elektrik
Der E-CHECK ist die anerkannte, normengerechte Prüfung aller elektrischen Anlagen und Geräte im Haus. Er dokumentiert ihren ordnungsgemäßen Zustand und ermöglicht die Erkennung von Gefahren, bevor ein Schaden entstehen kann. Der E-CHECK beinhaltet auch eine Energiesparberatung und ermöglicht es so, „Energiefressern“ frühzeitig auf die Spur zu kommen.

Wer clever investiert, spart
Lassen Sie Ihr Haus mitdenken. Eine wichtige Technologie in der Gebäudetechnik ist der Installationsbus KNX, ein europaweit etablierter Standard. Über ihn werden alle technischen Einrichtungen miteinander verbunden und sprechen endlich die gleiche „Sprache“. Ob Beleuchtung, Heizung oder Jalousien, Fensterstellung, Audio- oder Multimediasteuerung, jeder einzelne Raum kann perfekt auf den jeweiligen Bedarf und die Tageszeit angepasst werden. Das erhöht den Wohnkomfort, reduziert die Energiekosten und schafft obendrein mehr Sicherheit.
› 13 % Energie sparen mit automatischer Jalousiesteuerung. Mit einer automatischen Lamellennachführung optimieren Sie das Energieeinsparpotenzial noch weiter: bis zu 21 %.
› 17 % Energie sparen mit automatischer Temperatursteuerung und einer bedarfsgerechten Einzelraumregelung. Mit einer integrierten kontrollierten Wohnraumlüftung sind sogar bis zu 45 % Einsparung möglich.
› 61 % Energie sparen durch automatische Regelung von Beleuchtung und Verschattung. Die intelligente Steuerung kombiniert Automatiklicht, Konstantlicht und Lamellennachführung der Jalousien.

Sparen mit Standby und A++
Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge machen elektronische Geräte wie Handy, Fernseher, HiFi-Anlage und PC heute schon 15 % des privaten Stromverbrauchs aus. Pro Haushalt kommen damit schnell mal 80-100 Euro im Jahr zusammen.
Auch veraltete Hausgeräte sind echte Stromfresser. Für besonders Strom sparende Kühl- und Gefriergeräte wurden unlängst die Erweiterungen A+ und A++ eingeführt.
› Steckdose mit Netzschalter verwenden, um PC und Drucker abzuschalten. Bis zu 60 % der Stromkosten eines Druckers entstehen im Leerlauf.
› Installieren Sie Timersteckdosen: Sie schalten sich nach einem festgelegten Zeitraum automatisch ab. Ohne großen Aufwand realisierbar.
› Augen auf beim Gerätekauf: Die erste Wahl heißt A++. Diese Energieeffizienzklasse ist rund 45 % sparsamer als vergleichbare Geräte der Klasse A.
› Elektronische Durchlauferhitzer bieten warmes Wasser gradgenau an Ort und Stelle. Sozusagen direkt an der Zapfstelle – effektiv und wirtschaftlich.

Sonne tanken, Wärme pumpen
Während die Energiepreise für Heizöl und Gas immer weiter nach oben klettern, denken immer mehr Haushalte um. Ob Solarthermie, Wärmepumpe oder Mikro-Kraftwerk. Ausschlaggebend für das Maß an Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit ist immer die Effizienz des Gesamtsystems. Die neuen Technologien überzeugen durch niedrige Verbrauchskosten, günstige CO2-Bilanz und je nach System Entfall von Brennstofflagerung und Schornstein. Die Investitionskosten amortisieren sich in der Regel schon nach wenigen Jahren.
› Wärmepumpen decken ganzjährig den Bedarf an warmem Wasser und gewinnen bis zu 70 % der benötigten Energie entweder aus der Erde, dem Grundwasser oder der Außenluft, der restliche Anteil wird durch Strom zugeführt – als Antriebsenergie.
› Mit 30 m² Fläche ca. 3.000 kWh pro Jahr gratis: Bei der Photovoltaik wird Sonnenstrahlung in elektrischen Strom umgewandelt. Je nach Haushaltsgröße kann so der private Energiebedarf zum Großteil selbst gedeckt werden.
› Kraft-Wärme-Kopplung macht’s möglich: Mikro-Kraftwerke können durch die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme bis zu 40 % Energie sparen.

LED oder Energiesparlampen
2012 wurden herkömmliche Glühlampen für immer ausgeknipst. Der Grund: Sie verwandeln nur 5 % der eingesetzten Energie in Licht. Hochwertige Energiesparlampen erzeugen die gleiche Helligkeit mit einem Bruchteil der Strommenge. Die Lösung lautet: die richtigen Lampen am rechten Ort. Halogenlampen sparen bis zu 30 % Energie und bieten eine wesentlich höhere Lichtausbeute und auch Lebensdauer als herkömmliche Glühlampen. Doch die Zukunft heißt LED. Licht emittierende Dioden (LED) sind mit bis zu 80 % Ersparnis und ca. 25.000 Stunden Lebensdauer äußerst effizient.
› Energiesparlampen der Energieeffizienzklasse A verbrauchen bis zu 80 % weniger als herkömmliche Glühlampen.
› 31 % Energie sparen durch automatische Steuerung der Beleuchtung. Durch Bewegungsmelder mit Automatikschaltern in Fluren und Treppenaufgängen wird das Licht automatisch ausgelöst und nach einiger Zeit wieder ausgeschaltet.

Energie sparen im ganzen Haus
Es tut sich was. Heutige Neubauten benötigen nur einen Bruchteil der Energie, die unsere Elternhäuser noch beanspruchten. Das bedeutet: Je älter das Haus, desto größer die Einsparpotenziale. Gerade beim Stromverbrauch sind enorme Einsparungen drin. Denn moderne Energietechnik trägt in immer größerem Umfang dazu bei, dass ein Haus zum Effizienzhaus wird. Ob mit intelligenter Wärmepumpentechnik, Solarthermie, Photovoltaik oder einem Mini-Kraftwerk, das Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt.

E-CHECK vom Fachbetrieb
Der E-CHECK darf nur von geschulten Innungsfachbetrieben durchgeführt werden, die über qualifiziertes Personal und die entsprechende Messtechnik verfügen.


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