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Einbruchschutz zahlt sich aus

Die von der Polizei Schleswig-Holstein registrierten Einbruchzahlen sind auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Im Jahr 2017 wurden 5.492 Einbrüche und Einbruchsversuche aufgenommen – zwei Jahre vorher waren es noch 9.095.

„Schleswig-Holstein ist 2017 sicherer geworden“, betont Innenminister Hans-Joachim Grote. „Das liegt zum einen an einer eindeutigen Schwerpunktsetzung unserer Landespolizei. Die erfolgreiche Umsetzung des landesweiten Konzeptes zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls hat unter anderem zur Ermittlung und zu Festnahmen von Tatverdächtigen in mindestens 126 Fällen geführt, die sowohl allein als auch aus Gruppenstrukturen heraus gehandelt haben. Davon wurden 83 auf frischer Tat ertappt. Für diese Erfolge in einem für die Opfer besonders stark belastenden Kriminalitätsfeld danke ich unserer Polizei ausdrücklich.“
Der Innenminister betont, dass die zunehmende Eindämmung der Wohnungseinbrüche eine gemeinsame Leistung von Polizei und Gesellschaft sei. Der Besuch von Präventionsveranstaltungen der Polizei zum Thema Einbruchschutz sei deutlich gestiegen. Die Förderprogramme für die Verbesserung des Einbruchsschutzes würden gut angenommen. In den vergangenen 14 Monaten seien unter Verwendung von Fördermitteln des Landes in Höhe von knapp drei Millionen Euro 2.780 Häuser sicherer gemacht worden.
Aus der kürzlich veröffentlichten Dunkelfeldstudie der Polizei sei darüber hinaus ein deutlicher Anstieg der Wachsamkeit der Menschen und auch der Anzeigequote schon bei versuchten Einbrüchen abzulesen. „Diese Mithilfe und diese Hinweise aus der Bevölkerung braucht unsere Polizei auch weiterhin, um so erfolgreich wie bisher arbeiten zu können“, so Grote.
Polizeidirektor Axel Behrends betont, aus Sicht der polizeilichen Kriminalprävention seien das Bewusstsein für Gefahren und Schwachstellen, das richtige Verhalten und die Sicherung des eigenen Wohnraums entscheidende Faktoren, um Einbrechern das Handwerk zu legen. Hier seien im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte gemacht worden. Das Verhältnis von vollendeten zu versuchten Taten habe sich deutlich verschoben. Dies sei aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf mehr Sensibilität und bessere Präventionsmaßnahmen zur Eigentumssicherung zurückzuführen.
Behrends ruft dazu auf, die Angebote der Polizei zu nutzen. Die sicherungstechnische Vor-Ort-Beratung werde durch Fachunternehmer gewährleistet, die als Partner mit der Landespolizei zusammenarbeiten und überwiegend eine kostenfreie Beratung anbieten. Im vergangenen Jahr fanden 105 Veranstaltungen dieser Art statt.
„Woche des Einbruchschutzes“ vom 22.–28. Oktober
Ein wichtiger Bestandteil der Kampagne ist der bundesweite Tag des Einbruchschutzes“. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet dieser jährlich am Tag der Zeitumstellung statt, wenn die mitteleuropäische Sommerzeit endet – in diesem Jahr am 28. Oktober. „Nutzen Sie die dadurch gewonnene zusätzliche Stunde, um sich über Einbruchschutz zu informieren und die Sicherheitsempfehlungen der Polizei in Ihrem Alltag umzusetzen.“
Die Auftaktveranstaltungen sind vom 22.-25. Oktober 2018. Jeden Tag wird die Polizei mit dem Infomobil an einem anderen Ort vorfahren. Hier können sich die Bürger über alle Einbruchschutzhemen individuell beraten lassen. Zudem gibt es täglich ein Schwerpunktthema. Die Themen lauten: Sicherung von Fenstern (22.10. Lübeck, Citti-Park), Sicherung von Haustüren (23.10. Flensburg, Citti-Park), Alarmanlagen (24.10. Heide, Marktplatz), Smart Home (25.10. Norderstedt, Marktplatz). Beratungen werden in der Zeit von 10-17 Uhr durchgeführt.
Die Hauptveranstaltung der Landespolizei Schleswig-Holstein findet am Samstag, dem 27. Oktober, im Kieler Citti-Park statt. Dazu sind der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Innenminister Hans-Joachim Grote eingeladen.

(Foto: ©Frahm)

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