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Dachdecker

Expertentipp: Das größte Einsparungspotential liegt in der Dämmung

ANZEIGE Energiesparen wird in jedem Haushalt immer mehr zum Thema. Viele Maßnahmen werden ergriffen, um möglichst viel zu sparen. Der wichtigste Faktor für Energiesparen ist eine effektive Wärmedämmung.

Die energetische Sanierung des Daches und der Fassade gehört zum Handwerk des Dachdeckers. Dipl.-Ing. Jan Juraschek, Geschäftsführer vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks klärt über Fragen und Fakten rund um die Wärmedämmung auf.

Worauf muss geachtet werden, um eine wirkungsvolle Dämmung zu erreichen?
Für eine optimale Wärmedämmung gilt zunächst einmal, dass nicht allein die Dicke der Dämmung entscheidend ist. Denn dick ist nicht gleich gut. Für eine effektive Sanierung ist wichtig, dass die Dämmmaßnahmen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Dieser achtet darauf, dass das gesamte Dachgeschoss, die Außenwände sowie die obere Geschossdecke und Kellerdecke lückenlos und fachgerecht saniert werden.

Wie geht der Fachmann vom Dachdeckerhandwerk vor?
Im Dachdeckerhandwerk wird nicht auf den viel diskutierten Vollmantel-Wärmeschutz, der von manchen Experten sogar als „Brandbeschleuniger“ bezeichnet wird, zurückgegriffen. Die Dachdecker nutzen vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme für die Dämmmaßnahmen. Unter den Fassadenelementen, deren Materialvielfalt nahezu unbegrenzt ist, wird eine Dämmschicht angelegt. So kann zwischen Dämmschicht und Fassade Luft langsam zirkulieren. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wirkt diese wie eine zusätzliche Dämmschicht. Darüber hinaus kann das Zirkulieren der Luft möglicherweise vorhandene Feuchtigkeit abführen.

Wann ist eine energetische Sanierung sinnvoll?
Bei Neubauten ist eine zeitgemäße Dämmung inzwischen glücklicherweise Standard. Eine energetische Sanierung ist besonders bei Häusern, die älter als 20 Jahre alt sind, sinnvoll. Denn das Ersetzen der Wärme, die durch die ungedämmten Wände nach außen verloren geht, verbraucht viel Energie. Hier lassen sich alleine durch fachgerechte Dämmmaßnahmen bis zu 50 Prozent des Energiebedarfs einsparen.

Nach den fachgerechten Maßnahmen kann ein saniertes Haus durchaus mit den Energieeffizienz-Werten eines Neubaus mithalten. Die Dämmung lässt dann nicht nur Heizkosten einsparen, sondern hebt auch den Wert des Hauses an.

Die Sanierung kommt darüber hinaus auch der Umwelt zugute.

Wie sollte bei einer dringend erforderlichen energetischen Sanierung vorgegangen werden?
Ist Ihr Haus älter als 30 Jahre alt, so sollten Sie in nächster Zeit mit Dämmmaßnahmen beginnen. Um bei der Modernisierung die Kosten möglichst gering zu halten, ist ein systematisches Vorgehen und eine strukturierte Planung der Maßnahmen wichtig. Mit der Hilfe eines Experten aus dem Dachdeckerhandwerk ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll. Dieser kann Ihnen als Experte in den Feldern Dachdämmung und Dachausbau sowie Fassadendämmung bei der Bestandsaufnahme helfen, welche Dämmmaßnahmen notwendig sind.

Darüber hinaus kann der Experte beurteilen, ob die Möglichkeit besteht, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Diese kann zusätzlich Energie gewinnen und somit Kosten senken. Mit der Kompetenz von bauphysikalischer Beurteilung, die gerade in der Sanierung essenziell ist, werden Sie mit einem Dachdecker-Innungsbetrieb bestens unterstützt.

Foto: ©LIV

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