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Damit Haushalte Und Handwerk Vom Wärme-Contracting Profitieren

Damit Haushalte und Handwerk vom Wärme-Contracting profitieren

ANZEIGE Energieeffizient erzeugte Wärme nutzen – ohne finanziell in Vorleistung treten zu müssen. Das klingt reizvoll und ist in großen Einheiten heutzutage längst an der Tagesordnung. Betriebe und Wohnungsunternehmen wissen das Wärme-Contracting zu schätzen und profitieren dabei in zweierlei Hinsicht: Sie müssen ihr Kapital nicht binden, können jedoch durch ein individuell auf ihre Bedürfnisse und ihre Gebäude abgestimmtes Anlagen-Leasing immer auf modernste Heiztechnik vertrauen.

Dass sich dieses Wärme-Contracting auf private Haushalte übertragen und damit gleichzeitig ein rentables Geschäftsmodell für kleine und mittlere Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein entwickeln lässt, soll die aktuelle Machbarkeitsstudie „Wärme-Contracting für private Haushalte und kleine Gewerbebetriebe“ der SBB Verwaltung & Beratung GmbH in Kiel zeigen. Ziel ist es, die Erneuerung der Heizungsanlagen im nördlichsten Bundesland mit Hilfe des lokalen Handwerks voranzutreiben. Die Landesregierung hat das riesige Potenzial erkannt und fördert die rund 300.000 Euro teure Studie über die WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH etwa zur Hälfte. Die Untersuchung wird angesichts einer Vielzahl möglicher Contracting-Varianten bis zum 30. Juni 2019 wissenschaftlich und juristisch begleitet.

Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung vorgegebenen Energieeinsparziele gehört Miet- und Leasing-Modellen bei der Wärmeerzeugung nach Ansicht von Stefan Bolln und Michael Weiß die Zukunft. Mehr noch: Die beiden Initiatoren der Studie sind fest davon überzeugt, dass sich pro umgesetztes Contracting-Projekt eine CO2-Einsparung von mindestens 25 Prozent erzielen lässt.

„Der Schlüssel liegt in der Energieeffizienz der Anlagen“, erklärt Stefan Bolln, selbstständiger Handwerksmeister im Bereich Gebäudetechnik aus Barmstedt (Kreis Pinneberg). „Wenn die Handwerksbetriebe als Contracting-Geber an den erzielten Einsparungen finanziell beteiligt sind, lässt sich damit ein großer Beitrag zur Wärmewende leisten.“ Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie der Kunden.

Die Wege dahin werden jetzt ausgelotet. Dabei geht es nicht nur um Fördermöglichkeiten, sondern auch um Finanzierungsmodelle, die unter Einbindung der Bürgschaftsbank zusammen mit regionalen Kreditinstituten speziell für das Handwerk entwickelt werden müssen. Um belastbare Daten zu erhalten, haben die Initiatoren der SBB Verwaltung & Beratung GmbH unter der Dachmarke energie:Kommunal:umwelt (e:K:u) Schleswig-Holstein einen Fragebogen entwickelt, der mit Unterstützung des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima (SHK) an alle angeschlossenen Betriebe in Schleswig-Holstein geht. Parallel dazu laufen Gespräche mit Kreditinstituten, dem Landesverband von Haus & Grund sowie dem Verein Wohneigentum Siedlerbund Schleswig-Holstein.

„Trotz guter Auftragslage ist schon jetzt abzusehen, dass es in der Zukunft zu einem massiven Umbruch im SHK-Handwerk kommen wird“, betont Michael Weiß, Projektleiter der Studie. „Unser Ziel ist es, dass kleine Gewerbebetriebe und private Haushalte gleichermaßen vom ‚Wärme-Contracting‘ profitieren.“ Die Automobilbranche dient gewissermaßen als Vorbild. Wie in vielen anderen Wirtschaftsbereichen geht auch in der Energieanlagentechnik der Trend vom „Kaufen“ zum „Mieten“ – und damit zum „Nutzen ohne zu besitzen“, betont der Finanzierungsexperte und zertifizierte RQP-Berater aus Kiel. Die Machbarkeitsstudie soll auch dazu dienen, erneuerbare Energien im Anlagen- und Gebäudebestand weiter zu fördern und die Dezentralisierung der Energieversorgung zu sichern.

 

energie:Kommunal:umwelt (e:K:u) Schleswig-Holstein

c/o SBB Verwaltung & Beratung GmbH

Michael Weiß / Stefan Bolln

Küterstraße 1-3

24103 Kiel

Telefon: +49 (0)431-53030829

Email: weiss@eku-sh.de / bolln@eku-sh.de

 

(Foto: ©Jens Neumann / SBB)

 

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