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Brunnenbau Vom Fachmann

Brunnenbau vom Fachmann

  1.  Wählen Sie das richtige Unternehmen für den Bau Ihrer Anlage. Achten Sie unbedingt auf Qualität. Nur ein qualifizierter und zuverlässiger Betrieb mit nachgewiesenen Zertifikaten kommt für eine reibungslose und zuverlässige Installation einer Bohrung und Erdsondenmontage in Frage.
  2. Ein Innungsbetrieb wird die Auslegung und Ausführung einer Erdwärmesondenanlage gemäß der VDI Richtlinie 4640 (thermische Nutzung des Untergrundes) durchführen.
  3. Die erfahrenen und langjährig auf diesem Markt tätigen Betriebe nehmen Ihnen viel Arbeit ab, z.B. Genehmigungen und die Kooperation mit dem Heizungsinstallateur für die richtige Anlagengröße.

    Grundsätzlich muss bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden oder in Ausnahmefällen eine Anzeige für die Bohrung beim zuständigen Amt abgegeben werden. Lassen Sie sich vor Auftragserteilung auf jeden Fall vertraglich zusichern, dass das beauftragte Unternehmen Ihnen die erforderlichen Genehmigungen beschafft und alle dort genannten Auflagen erfüllt.

  4. Die Innungsbetriebe werden Sie zur Auslegung der Energiequelle und Sondenlänge beraten, zum Wärmebedarf und ggf. Warmwasserbedarf des Hauses, zu den Leistungsdaten der Wärmepumpe, zu den zu erwartenden jährlichen Betriebsstunden und zur Geologie. Die notwendigen und möglichen Entzugsleistungen aus der Erde sind abhängig von den Betriebsstunden und der am Bohrpunkt zu erwartenden Geologie.

    Gute Betriebe beraten auch zur Bohrtiefe. Im Bereich ab einer Tiefe von ca. 15 m ist der jahreszeitlich unabhängige, stetige geothermische Wärmefluss entscheidend. Aus diesem Grund ist es in den meisten Fällen sinnvoll, statt vieler kleiner Bohrungen eine oder zwei tiefe Bohrungen auszuführen. Jeder Bohrmeter extra kann nachher entscheidend sein – z.B. bei Zusatzwünschen, nachträglichen Umbauten der Nutzflächen o.ä.

  5. Die Erdsonden sind der wichtigste Teil im System. Folgende Anforderungen sind wichtig: die Anforderungen an die Erdwärmesonde und die Anforderungen an die Verfüllung. Der Bohrlochringraum muss sorgfältig verfüllt werden. Über diese Verfüllung wird die Wärme vom Gestein bzw. vom umgebenden Boden zur Sonde transportiert. Als Verfüllmaterial muss eine hochwertige und behördlicherseits zugelassene Verfüllsuspension (Verpresssuspension) entsprechend den gesetzlichen Anforderungen und der anstehenden Geologie angepasst, im Kontraktorverfahren eingebaut werden. Hierfür sind auch spezielle Hochleistungsverpressmaschinen als Chargenmischer (Kolloidal Mischer) erforderlich.

Auch für die Verbindungsleitungen von den Erdwärmesonden zur Wärmepumpe ist die nötige Sorgfalt beim Schweißen und Verlegen gefordert. Weitere Informationen und die Innungsbetriebe der Landesinnung für das Brunnenbauerhandwerk Schleswig-Holstein finden Sie im Internet unter www.bau-sh.de.

Landesinnung des Brunnenbauerhandwerks Schleswig-Holstein
c/o Baugewerbeverband Schleswig-Holstein
Hopfenstraße 2e
24114 Kiel
Telefon 0431/ 53 54 70

Foto: ©Wiese

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