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Barrierefreies Wohnen In Hessen

Barrierefreies Wohnen in Hessen

ANZEIGE Ein barrierefreies Wohnumfeld ist für die meisten körperlich beeinträchtigten Menschen unverzichtbar. Ohne sie wird die freie Gestaltung ihres Lebens ganz wesentlich beeinträchtigt, schlimmstenfalls sind die Betroffenen Gefangene ihrer eigenen Wohnung. Nur eine möglichst umfassende Barrierefreiheit kann dieser Personengruppe ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Daher unterstützt das Land Hessen sämtliche baulich angemessenen Maßnahmen, welche zu einem barrierefreien Wohnumfeld führen, und dies mit umfangreichen Förderprogrammen.

Treppenlift

Welche Fördermaßnahmen gibt es?
Gemäß hessischer Landesbauordnung (§43) müssen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Wohneinheiten von zumindest einem kompletten Geschoss barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen zudem Toilette, Bad, Küche/Kochnische sowie sämtliche Wohn- und Schlafräume mit dem Rollstuhl frei zugänglich sein. Daher fördern die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sowie die Landestreuhandstelle Hessen (LTH) das Ziel des barrierefreien Wohnens mit zinsgünstigen Darlehen. Darüber hinaus gewährt das Land Hessen Kostenzuschüsse für das Beseitigen von Barrieren sowohl innerhalb bestehender Wohngebäude, als auch für deren näheres Wohnumfeld. Dies gilt ebenso für die Modernisierung von Mietwohnungen und selbst dann, wenn sich eine Barrierefreiheit nur indirekt – etwa durch den Einbau eines Außen-Aufzugs oder eines Treppenlifts erreichen lässt.

Wo gibt´s die Fördermittel?
Informationen und Anträge erhalten Sie bei dem für Ihr Bauvorhaben zuständigen Magistrat. Kreisfreie Städte sowie kreisangehörige Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern verfügen über ein eigenes Magistrat, für alle anderen Städte sind die Kreisausschüsse der jeweiligen Landkreise zuständig. Für den Schwalm-Eder-Kreis zuständig sind – je nach genauem Bauort und geplanter Baumaßnahme – entweder der Magistrat der Stadt Homberg (Efze) oder der Magistrat der Stadt Schwalmstadt. Dort erfahren Sie auch alle notwendigen Details über die grundsätzliche Förderwürdigkeit Ihrer Baumaßnahme sowie die Höhe und Art der möglichen Bezuschussung.

Aber öffentliche Mittel sind stets begrenzt und in Hessen besteht grundsätzlicher Fördervorrang für Betroffene, die ihr Wohneigentum selbst nutzen sowie für behindertengerechte Neubauvorhaben. Sollten Sie also diesbezügliche Umbaumaßnahmen ins Auge fassen, wäre es klug, sich bereits im Vorfeld nach eventuellen Fördermöglichkeiten zu erkundigen. Nur auf diese Weise können Sie Ihre Umbauplanung perfekt auf die in Frage kommenden Zuschüsse zuschneiden.

Zuschusswürdiges, barrierefreies Bauen
Am besten und auch finanziell am Günstigsten fährt natürlich, wer sich bereits beim Neubau oder Immobilienerwerb Gedanken über die Barrierefreiheit macht. Auch wenn derlei Sorgen momentan ganz und gar abwegig erscheinen, so könnte sich dies später radikal ändern – und wer möchte schon im Alter nur aus Gründen der Barrierefreiheit umziehen? Wenn man dagegen vor dem Erwerb einige grundsätzliche Dinge beachtet, so lässt sich die Wohnung – sollte es irgendwann mal notwendig sein – ohne allzu hohen baulichen und finanziellen Aufwand problemlos barrierefrei nachrüsten. Achten Sie daher beim Immobilienerwerb auf diese baulichen Details:

  • Erdgeschosswohnungen sollten einen ebenerdigen Zugang bieten
  • Ein Rollstuhl benötigt zumindest eine 1,50 Meter mal 1,50 Meter breite Bewegungsfläche
  • Sämtliche Türen sollten mindestens 90 cm breit sein
  • Insbesondere Bad und Dusche dürfen keine Absätze haben
  • Lichtschalter, Türklingel, Aufzugsknöpfe und sonstige Bedienelemente sollten in Höhe von 85 cm angebracht werden und mindesten einen halben Meter Abstand zu Innenwinkeln einhalten
  • Je quadratischer Bad und Küche, desto besser
  • Wände und Decken der Bäder sollten sehr tragfähig sein, damit hier eventuell später erforderliche Stütz- oder Haltevorrichtungen angebracht werden können
  • Sämtliche Räume vom Abstellzimmer über Gemeinschaftsräume bis hin zum Keller müssen selbständig erreichbar sein
  • Die Wohnung muss eine Aufstellmöglichkeit für Waschmaschine und Trockner bieten.
  • Bei nicht ebenerdigen Räumen und Wohnungen muss zumindest die bauliche Option eines nachträglichen Treppenlift- oder Aufzug-Nachbaus gegeben sein.

Wer also diese grundsätzlichen Faktoren beim Immobilienerwerb oder einer geplanten, langjährigen Anmietung von Vornherein berücksichtigt, vermeidet damit größere Umbaumaßnahmen, die vielleicht in der Zukunft notwendig sein könnten – und wer weiß schon, ob das Land Hessen dann immer noch über Fördertöpfe für barrierefreies Wohnen verfügt?

Weitere Informationen finden Sie unter www.treppenliftagentur.de


Foto oben: A&P Treppenlifte
Foto klein: MTB Treppenlifte

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