Wohnen und weiterbauen

Kategorie [ Aus- und Selbstbau ]

Das eigene Haus ist der große Traum vieler junger Familien. Meist ist jedoch die Finanzierung das Problem. Der benötigte Raumbedarf ist speziell bei dieser Bevölkerungsgruppe relativ hoch, um den Kindern genügend Platz zum Spielen zu bieten. Hier ist das Ausbauhaus die bezahlbare Lösung.

Nachträglichen Dachausbau kann man in Etappen leicht selbst erledigen

Zunächst wird nur das Erdgeschoss bezugsfertig gebaut. Der Ausbau des Dachgeschosses erfolgt nach Bedarf und finanziellen Möglichkeiten. Dieses Konzept zeichnet sich durch zwei Vorteile aus. Zum einen wird der Kaufpreis erheblich gesenkt und mindert so die finanzielle Belastung. Zum anderen kann beim späteren Ausbau durch Eigenleistung nochmals Geld gespart werden.
Ausbauhäuser sind Teil der normalen Angebotspalette der allermeisten Haushersteller. Es gibt sie als konventionelles Massivhaus, als Holz- oder Fertighaus. Von anderen Häusern unterscheiden sie sich nur durch den teilweise fehlenden Innenausbau.
In der Regel ist das Erdgeschoss als komplette Wohnung ausgelegt. Hier liegt neben Küche, Bad, Diele und Wohnzimmer auch das Elternschlafzimmer. Häufig ist auch noch ein kleines Kinderzimmer vorhanden.
Ist das erste Kind später in einem Alter, wo es ein größeres Zimmer benötigt, oder kündigt sich ein zweites Kind an, dann wird mit dem Ausbau des Obergeschosses notwendig. Je nach finanziellen Möglichkeiten wird entweder nur ein Zimmer ausgebaut oder gleich das ganze Stockwerk. Das frei werdende Zimmer im Erdgeschoss kann dann in ein Gäste- oder Arbeitszimmer umgewandelt werden.
Der große Vorteil liegt in der Tatsache, dass wirklich nur der benötigte Raum ausgebaut wird und so die finanzielle Belastung zwischen dem Zeitpunkt des Hausbaus und der endgültigen Fertigstellung oft auf mehrere Jahre gestreckt und dadurch entscheidend gesenkt wird. Zudem bietet der spätere Ausbau des Dachgeschosses auch größere Planungsfreiheit.
Ein Ausbauhaus ist auch für Familien interessant, bei denen sich abzeichnet, dass später einmal ein Elternpaar oder Elternteil mit im Hause wohnen soll. Auch hier wird zunächst nur das Erdgeschoss fertiggestellt. Später dann kann im Obergeschoss eine zweite Wohnung eingerichtet werden.
Das nicht ausgebaute Dachgeschoss senkt den Kaufpreis eines Hauses gegenüber der schlüsselfertigen Variante um 50.000 bis 100.000 Mark, je nach Ausstattung, Größe und Vorbereitungsstufe im Dachgeschoss. Dadurch ist zu Finanzierungsbeginn eine wesentlich niedrigere Kreditsumme nötig. Die monatliche Belastung wird auf ein erträgliches Maß gesenkt. Mit steigendem Einkommen (oder nach einer finanziellen Erholungsphase) kann dann mit dem Ausbau des Dachgeschosses begonnen werden. Dieser kann durch Eigenleistung wiederum sehr kostengünstig gestaltet werden.
Ein weiterer Vorteil des Konzeptes Ausbauhaus liegt für Bauherren in den kurzen Wegen während der Ausbauphase. Es fallen keine Anfahrtszeiten zur Baustelle an und so können auch kurze Zeitintervalle zum Arbeiten genutzt werden. Jeden Abend nur eine Stunde am Ausbau gearbeitet, ergibt jede Woche einen vollen Arbeitstag. Das stört das normale Familienleben kaum. So kann der Ausbau beinahe mühelos nebenher erfolgen.