Wärme aus der Erde

WeishauptLandesinnungsverband des Brunnnenbauerhandwerks informiert

Erdwärme als alternative Energiequelle ist weiterhin stark im Aufwind. Die Nachfrage nach Erdwärmepumpen hat sich verdoppelt. Damit sind Einsparungen von 40 Prozent der Energiekosten möglich.

Auch im kühlen Norden ist es möglich, Erdwärme als Alternative zu herkömmlichen Energien zu nutzen – und das in nicht unerheblichem Umfang. Hans-Joachim Berg, Obermeister der Landesinnung des Brunnenbauerhandwerks Schleswig-Holstein, spricht von einer stark angestiegenen Nachfrage nach dieser neuen Technologie.
So ist Erdwärme, im Fachbegriff Geothermie, im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich ein bedeutender Bestandteil im Bereich Erneuerbare Energien. “Die Nachfrage hat sich verdoppelt”, berichtet Herr Berg.
Zum Erfahrungsaustausch zu diesem und anderen Themen diente die dritte Landesfachtagung der Landesinnung und des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein. “Die Resonanz auf diese Veranstaltung war sehr gut”, sagt der Obermeister, der neben der Geothermie weitere Fachthemen auf der Tagesordnung hatte.
“Erdgekoppelte Wärmepumpen werden seit einiger Zeit sehr gut nachgefragt, vor allem im Neubaubereich”, so Herr Berg. Hier sei die Wärmepumpe schon 2008 auf einen Anteil von 10-20 Prozent gekommen – Tendenz eindeutig steigend.
Erschlossen und gefördert wird die Erdwärme über Bohrungen, die in den Normalfällen bis zu 400 Meter in das Erdreich hineinragen können (oberflächennahe Geothermie).
Berg: “Das ist sicherlich aufwändiger, als sein Haus an das öffentliche Gasnetz anzuschließen oder sich seinen Öltank befüllen zu lassen – aber im Betrieb bringt die Erdwärme Einsparungen bei den Energiekosten von circa 40 Prozent.” Nicht zu verachten ist der Umweltaspekt, denn die Ressourcen sind enorm. Seit geologischen Zeiten gibt unsere Erde eine thermische Kapazität von 40 Mio. MW ab. Und es werden keine fossilen Rohstoffe wie Gas oder Erdöl verbraucht.