Vier Monate bis zum Einzug

Das Grundstück befindet sich in Hamburg-Bergstedt in einem gewachsenen Wohngebiet in reiner Südlage. Der rückwärtige Teil des Grundstücks wurde bereits 2010 bebaut.

Der Entwurf des Doppelhauses ist aufgrund der Nord-Süd-Lage des Grundstückes optimal nach Süden ausgerichtet, die zweigeschossige Gebäudehülle besteht aus zweischaligem Holzständerwerk. Das geneigte Pultdach hat eine Zinkeindeckung.
“Komfortables, energieeffizientes und kostengünstiges Bauen mit allen Sinnen. Hohe Energieeffizienz und ansprechende Architektur lassen sich trefflich miteinander in Einklang bringen”, davon ist die Architektin Iris Thyroff-Krause überzeugt. Zu sehen ist dies auch bei dem jüngsten Projekt des Architekturbüros.
Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiger Wohn- und Essbereich mit einer offenen Küche. Große Fenstertüren sorgen dafür, dass die Außenflächen mit der umlaufenden Terrasse zu einem Teil des Wohnbereiches werden.
Im Obergeschoss sind drei Schlafzimmer, ein Schrankraum für die Eltern und ein komfortables Badezimmer untergebracht. Im gut belichteten Dachgeschoss mit dem Technikraum nach Norden haben die Bauherren sich ein Studio mit einer großen Dachterrasse nach Westen eingerichtet.
Die Fenster der Doppelhaushälfte sind auf der Süd- und Westseite sturzfrei und raumhoch konzipiert. Die großzügigen Öffnungen sorgen für eine helle Atmosphäre und hohe solare Energiegewinne.
Der Sichtestrichbelag im Erdgeschoss, die Stahlwangentreppe mit Holzstufen, weiße Gipskartonwände und der Holzdielenbelag im Obergeschoss bestimmen den Charakter des Hauses. Im Dachgeschoss vergrößert die großzügige Dachterrasse den Außenbereich des knapp 300 m² großen Grundstücks.
“Jeder Entwurf ist nur so gut, wie der Bauherr ihn bereit ist mitzutragen. Eine gelungene Konstellation waren in Entwurf und Ausführung der ästhetische Anspruch der Bauherren gepaart mit dem Wunsch zukunftsweisend und ressourcensparend zu bauen”, so das Resümee der Architektin.
Der Holzrahmenbau wurde in der Halle vorgefertigt und konnte innerhalb weniger Tage aufgestellt werden. Ein Nachweis nach PHPP wurde geführt. Die Luftdichtheitsmessung nach Rohbaufertigstellung und Fenstermontage erfüllte bereits die Passivhaus-Anforderungen.
Die Wärmeerzeugung für Heizung und Brauchwasser erfolgt über einen Vakuumröhrenkollektor auf dem geneigten Dach sowie über eine Gas-Brennwert-Therme (Paradigma Modula NT 10 kW). Ein Paradigma Titan 400 Pufferspeicher dient der Speicherung der Wärme. Eingebracht wird die Heizwärme über die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (der Firma Paul) sowie über einen Handtuchtrockner im Bad.
Insgesamt vergingen nur knapp vier Monate zwischen dem ersten Spatenstich und dem Einzug.

Planung und Ausführung:
Iris Thyroff-Krause
Otto-Modersohn-Weg 10
24568 Kaltenkirchen
Telefon 04191/ 95 27 91
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