Unabhängigkeit von Öl und Gas
Mit Erdwärme in die Zukunft – bei höchstem Warmwasserkomfort
Erdwärmepumpen eigenen sich als saubere und kostengünstige Alternative vielfach auch im Altbaubereich. Ein Eigentümer berichtet.
“Die Vorstellung, uns mit unserem Haus von der Öl- und Gaspreisentwicklung abzukoppeln, und das mit dem guten Gewissen, in Zukunft kaum noch wertvolle Ressourcen für die Heizung und Warmwasserbereitung zu verbrauchen, die hatte was,” erinnert sich Jörg Hügel. Vor einem Jahr hat er mit seiner jungen, vierköpfigen Familie sein Eigenheim bezogen, ein Reihenendhaus (Baujahr 1963), das seitdem mit Erdwärme geheizt wird. “Wir haben uns intensiv schlau gemacht und sind über Empfehlung schließlich mit Hübner & Lorenzen zusammen gekommen, die finnische Geopro-Erdwärmepumpen in Norddeutschland vertreiben.”
“Die größte Überraschung ist, dass wir selbst bei einer Außentemperatur von 0 Grad mit einer Heizvorlauftemperatur von 32 Grad auskommen,” freut sich Jörg Hügel. Als der selbstständige Heilpraktiker die Förderanträge für Hauskauf, CO2-Gebäudesanierung und Heizungsumstellung bei der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt (WK) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt hat, war der Energieberater sehr vorsichtig von bis zu 50 Grad im Heizungsvorlauf ausgegangen. “Weil wir mit den alten Radiatoren heizen,” begründet Hügel.
Die Erdwärmepumpe hat sich schon im ersten Jahr bezahlt gemacht, auch wenn man die jährlichen Kapitalkosten von rund 775 Euro für die KfW-geförderte Finanzierung von Erdwärmepumpe, Pufferspeicher und Tiefenbohrung für die Verlegung von zwei Erdsonden mit berücksichtigt. Denn die Kosten für Schornsteinfeger, Tankreinigung und den Kundendienst für den Ölkessel entfallen komplett.
Die Anlage hat nur 5.196 kWh Strom innerhalb eines Jahres verbraucht. Bei einem Wärmepumpenstromtarif von 9 Cent/kWh in der Nacht und 13 Cent/kWh am Tag rechnet Jörg Hügel mit 600-650 Euro für die Beheizung der 118 m² Wohnfläche und die Warmwasserbereitung im ersten Jahr.
Dabei musste die Familie dank der intelligenten Superheating-Technik der Erdwärmepumpe nicht auf Warmwasserkomfort verzichten. Der Hintergrund: In der eingesetzten Geopro SH wird die Wärmeenergie mit zwei Wärmetauschern auf unterschiedlichem Temperaturniveau abgegeben. Im Superheat-Wärmetauscher werden dabei Ladetemperaturen bis zu 75 Grad erreicht und für die Brauchwassererwärmung zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen erhält man auf der Homepage www.huebner-lorenzen.de oder unter Telefon 040/ 534170.
