Selbstbestimmt leben mit Komfort
Barrierefrei wohnen mit moderner Elektrotechnik
Komfort, Design und Barrierefreiheit – Wie sich diese Eigenschaften verbinden lassen, zeigt Busch-Jaeger Elektro in einer seniorengerechten Musterwohnung. Vom Komfortschalter über Notrufeinrichtungen bis zum Digitalradio bietet die Elektroinstallationstechnik sichere Funktion.
Im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit in der eigenen Wohnung zu bleiben – das wünschen sich immer mehr Menschen. Mit üblichen Standards können jedoch selbst alltägliche Abläufe wie Duschen oder Türöffnen zur unüberwindlichen Hürde werden.
Die Chancen einer altersgerechten Wohnungsanpassung zeigt die GAG Immobilien AG in einer Musterwohnung. Wesentlicher Bestandteil ist die Elektroinstallation, die zahlreiche barrierefreie Funktionen überhaupt erst ermöglicht.
Das Projekt zeigt, wie sich nicht nur DIN-Normen, sondern vor allem die Bedürfnisse älterer Menschen nach Komfort und Sicherheit erfüllen lassen. “Bei der Planung für die Musterwohnung haben wir uns dafür entschieden, alle elektrotechnischen Lösungen im konventionellen Bereich anzusiedeln,” sagt Elektromeister Thorsten Früh. “Barrierefreiheit kann damit auch im überschaubaren Kostenrahmen realisiert werden. Die Geräte lassen sich nachträglich einbauen, ohne zusätzliche Leitungsverlegung.”
Automatik-Lichtschalter
Leben mit möglichst wenig Barrieren beginnt schon bei der Optik. In der gesamten Musterwohnung sorgt die Schalterserie “Busch-axcent” für Orientierung. Mit ihren leuchtenden Farben und starken Kontrasten hilft sie Menschen mit Sehbehinderung, die elektrischen Funktionen aufzufinden und zu unterscheiden.
Der Komfortschalter hat eine großflächige Wippe und ein integriertes Orientierungslicht. “Er sieht aus wie ein normaler Schalter, doch kann er wesentlich mehr,” verrät Thorsten Früh. “Vom Normalbetrieb, bei dem sich das Licht per Hand schalten lässt über eine Halbautomatik bis zum maximalen Komfort, bei dem sich über einen Bewegungsmelder das Licht selbsttätig ein- und ausschaltet.”
Bodengleiche Dusche
Beispielhaft sind in der Musterwohnung zwei Badezimmer senioren- und behindertengerecht eingerichtet. Das Optimum bietet das 13,5 m² große barrierefrei gestaltete Bad. Es verfügt über eine bodengleiche Dusche, einen unterfahrbaren Waschtisch und ein erhöhtes WC.
Auch die Elektroinstallation bietet bewegungseingeschränkten Menschen Hilfe und Komfort. Mit Hilfe der Servicesteckdose lassen sich Stecker mit einem kleinen Dreh und ohne Kraftanstrengung aus der Dose lösen – nützlich zum Beispiel beim Haarföhnen oder bei der elektrischen Rasur.
Erleichterung bietet auch die überbreite Tür, durch die Rollstuhlfahrer oder Nutzer eines Rollators ohne Probleme in das Bad gelangen können. Geöffnet wird sie durch elektrische Türöffner, die sowohl im Bad als auch im Flur installiert sind.
Verstellbare Küchenplatte
Kaffee kochen, Mahlzeiten zubereiten, das Geschirr spülen und wieder einräumen – diese einfach klingenden Tätigkeiten können für einen Menschen im Rollstuhl zur echten Herausforderung werden. In der Küche der barrierefreien Wohnung lassen sich Herd und Spüle deshalb unterfahren. Außerdem kann die Höhe der Schränke und der Arbeitsplatte elektronisch verstellt werden.
Für Unterhaltung sorgt das UP-Digitalradio. Auch hier reicht für die Installation eine Unterputzdose. Das kompakte Gerät bietet einen FM-Stereo-RDS-Tuner mit acht Pogrammspeicherplätzen, einen digitalen Verstärker und eine integrierte Antenne. Besten Sound bringen perfekt auf den Tuner abgestimmte Lautsprechereinsätze, die ebenfalls in jeder Unterputzdose Platz finden. Ist das Digitalradio ausgeschaltet, zeigt es die Uhrzeit an. Außerdem kann es wecken und über einen separaten Audioeingang auch MP3-Titel oder CDs wiedergeben.
Notschalter mit Zugschnur
Wie alle Räume – auch die Dusche – verfügt die Wohnküche über einen Notrufschalter mit einer Zugschnur, die auch dann erreichbar ist, wenn man gefallen ist und am Boden liegt. Ein Zug und das Signal geht automatisch in die Telefonanlage. Der Angerufene kann im Klartext hören, was passiert ist und Hilfe organisieren. Das Gefühl, geschützt zu sein, ist für ältere Menschen besonders wichtig.
Kontrolle per Funkmelder
Mit dem Funkcontrol hat man stets im Blick, ob alle Türen und Fenster verschlossen sind. “Funksender erkennen an der Stellung des Schließhebels, ob ein Fenster geschlossen, geöffnet oder gekippt ist und melden dies an eine zentral im Flur angebrachte LED-Anzeige,” so der Elektromeister. “Das spart Energie, ist sicher und praktisch, denn auch dieses System lässt sich ganz einfach ohne zusätzliche Leitungen nachrüsten.”
Die Musterwohnung zeigt Elektroinstallateuren, karitativen Einrichtungen, Bauherren und Mietern, was sich im Bereich Barrierefreiheit in der Installationstechnik umsetzen lässt – ohne Wände aufstemmen und neue Leitungen verlegen zu müssen.
Auf Seiten von Busch-Jaeger betreut Hubert Holzem vom technischen Außendienst das Projekt: “Barrierefreies Wohnen ist ein Zukunftsthema in einer Gesellschaft, deren Mitglieder immer älter werden. Wir forschen ständig nach technischen Lösungen, die das Leben im Alter komfortabler und sicherer gestalten.” In Kooperation mit Sozialverbänden, Institutionen und Herstellern von Gerontotechnik entwickelt man laufend neue Produkte.
Daneben bietet Busch-Jaeger Seminare für Elektroinstallateure und Architekten an, die dabei unter anderem ein Zertifikat der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik erhalten. Hier hat sich auch Thorsten Früh weitergebildet: “Die Wohnumfeldgestaltung für die Generation 50+ ist für Elektrotechniker ein wachsendes Arbeitsgebiet. Mit Busch-Jaeger haben wir einen Partner, der für jede geforderte Art des Umbaus das größte Wissen und die optimalen Produkte bietet.”