Pimp my Home ist Trend

DriadeDie neue deutsche Gemütlichkeit ist ein Wohnstil, der Cooles und Verspieltes vereint. “Das kommt daher, dass die Menschen in der eigenen Wohnung ihre facettenreiche Persönlichkeit demonstrieren wollen”, weiß Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Der Leitgedanke lautet Pimp my Home. Das “Aufmotzen” der eigenen vier Wände ist nämlich nicht nur schick, sondern durch die vielfältigen Möglichkeiten auch angesagt.

Zuhause ist sozialer Mittelpunkt
Klar ist, dass einem das eigene Zuhause immer wichtiger wird. Menschen verbringen heute rund 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Neue Studien belegen, dass das eigene Zuhause zum sozialen Mittelpunkt avanciert und daher Kneipen- oder Restaurantbesuche immer mehr ersetzt.
Natürlich tragen auch Smartphones, Netbooks oder Tablet-Computer als Kommunikationsmittel zu diesem Rückzugstrend bei. Aber ohne zwischenmenschliche Kontakte, den Besuch von Freunden zu einem leckeren Essen oder das gemeinsame Fußballgucken, funktioniert das Leben nicht. Und wenn man schon viel Zeit zuhause verbringt, soll es eine Wohnung sein, die der Seele gut tut.

Polstermöbel für kleine Räume
Polstermöbel werden wieder kleiner. Die Funktionen bleiben aber. Umklappen und den ursprünglichen Zweck verändern macht eben Spaß und Sinn. Natürlich sind auch große Wohnlandschaften noch im Angebot, aber die Industrie will auch die Menschen mit begrenztem Platzangebot bedienen können. Dazu zählen meist die kleineren Singlehaushalte.

Individuelle Wohnwände
Die gute alte Schrankwand hat endgültig ausgedient. Individuell zusammenstellbare Highboards, Lowboards oder Vitrinen bieten das Richtige für jeden Geschmack. Der Flachbildschirm findet vorwiegend hier seinen Standort. Daher sind Wohnwände eher schmal, so dass ein weites Raumgefühl entsteht.

Trendfarbe Weiß und farbige Akzente
Die Trendfarbe Weiß bei Möbeln bleibt. Weiß kann mit jeder anderen Farbe gut kombiniert werden. Weiß ist zurückhaltend, ja fast neutral. Starke Farbakzente setzen bei all dem Weiß kraftvolle Unis beispielweise bei Zierkissen, Accessoires oder kräftig einfarbig gestrichenen Wänden. Ebenso passen auch die beliebten Retrotapeten gut zu weißen Möbeln. Das Motto lautet: Mut zur Farbe, in angenehmer Kombination!
Bei den Unis der Bezugsstoffe sind Blautöne – von Petrol bis Mint – gefragt und das große Spektrum der Naturtöne. In Anlehnung an die 1970er Jahre spielen auch Orange und Apfelgrün wieder eine Rolle.

Bezugsstoffe zum Kuscheln
Streifen, florale Stoffe, abstrakte Grafik, das Thema Muster bei Bezugsstoffen ist sehr vielfältig. Auch das Ornament bleibt als opulentes Dessin beliebtes Thema.
Bei allen Stoffen spielt das haptische Erleben eine große Rolle. Viele Stoffe sind nicht mehr glatt, sondern haben eine reliefartige Struktur, die zum Sitzen einlädt und anschmiegend wirkt. Man wird quasi eins mit dem Möbel, auf dem man gerade sitzt oder liegt. Kuscheln bleibt wichtig.

Natürliche, echte Materialien
Eine ganz klare Tendenz geht zur Materialehrlichkeit. Und ehrlich sein können am besten Materialien, die natürlich sind. Im Trend liegen Glas, Stein, Holz und griffiges Leder.
Glas wird in der kommenden Saison gern als Front eingesetzt. Wir finden Glasfronten in Küchen, bei Wohnwänden und Kleiderschränken. Dickes Glas als Tischplatte oder satiniertes Glas als transluzente Front eines Kleiderschrankes.
Furnierter oder massiver Stein dient als Arbeitsfläche. Im Kommen sind Edelmaterialien mit haptisch angenehmer Oberfläche. Leder spielt in der kommenden Möbelsaison eine große Rolle. Üblicherweise als griffiges Bezugsmaterial für Polstermöbel, aber auch zunehmend als Intarsie bei Schubläden oder Tischoberflächen.

Eichenholz erlebt Comeback
Die gute alte Eiche erlebt einen wahren Auftrieb. Als Tisch, Bett oder Schrank, modern ist die Eiche, weil man sie in ihrer ursprünglich sanften Holzfarbe belässt und nicht mehr dunkel-rustikal beizt. Die Verwendung heimischen Holzes, auch Obstholzes, wird den Käufern wichtiger.

Energieeffiziente LED-Leuchte
Im Haushalt verabschiedet sich so langsam die Glühbirne. Ihr Ersatz sind modernste LED-Leuchten. LEDs haben den Vorteil, sehr energieeffizient zu arbeiten, dabei nicht warm zu werden und eine sehr hohe Lebensdauer zu haben. In der Möbelindustrie finden immer mehr LEDs daher Einsatz beispielsweise in Vitrinen, als Regal- und Schrankbeleuchtung, in Schubladen oder als Zierlicht bei Nachttischchen und Kommoden.
Gutes Licht und energieeffiziente Lichtquellen – oftmals versteckt und wie von Zauberhand erstrahlt – sind ein Toptrend, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird.