Ortstypische Bebauung bevorzugt

Kategorie [ Besser Bauen ]

Haus-querDas Einfamilienhaus der Familie Korth befindet sich in Husum/ Schobüll. Die durch die zuvor selbständige Gemeinde aufgestellten Bebauungspläne sehen einen weitreichenden Schutz der ortstypischen Bebauung vor. Insbesondere gilt dies für den Ortskern.

Das betroffene Grundstück liegt im Ortsteil Lund. Hier gilt der Paragraf 34 des Baugesetzbuches, wonach sich ein Neubau nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Umgebung einzufügen hat. Die Straße ist wesentlich geprägt von Siedlungshäusern und durchsetzt mit einigen Neubauten. Das Gebiet ist charakterisiert als Kleinsiedlungsgebiet.
Der Neubau der Familie Korth fügt sich nach Art, Stellung und Volumen städtebaulich ein. Er nimmt dabei die giebelständige Bauweise der Nachbargebäude auf.
Ein vorgezogener Frontspieß an der Westseite ist typisches Gestaltungsmerkmal regionaler Architektur. Im Inneren ist hier der großzügige, verglaste Eingangsbereich mit offener Galerieebene zum Dachgeschoss untergebracht. Gestalterisch und durch die innere Funktionalität begründet, findet sich dieser Giebel auch auf der Ostseite als Dachgaube.
“Optisch fügt sich das Gebäude als zeitgemäße Interpretation der regionalen als auch lokalen Architektur in die Umgebung ein”, resümiert Architekt Asmus Bredendiek aus Flensburg. “Zugleich sind Formensprache, Material und Details weder anbiedernd noch historisierend. Die von viel Licht und Raum geprägten modernen Grundrisse lassen sich bereits von außen ablesen. So fügt sich das Haus ein und entwickelt doch einen ganz individuellen Charakter.”