Neues Wohnen im alten Quartier

Küche-EßtischEin Beitrag zur demografischen Erneuerung bestehender Siedlungsquartiere ist der Neubau der Familie Kohl. Für dieses Haus wurde ihnen auf der NordBau 2010 der Sonder-Innovationspreis der Landesbausparkassen verliehen.

Das Grundstück liegt in einem alten gewachsenen Siedlungsquartier in Kronshagen. Für den Neubau des energetisch optimierten wurde das bestehende Gebäude aus den 50er Jahre abgerissen.
Das 180 m² große Wohnhaus ist ein schlichter, rechteckiger Baukörper mit Satteldach. Das auskragende Dach der Doppelgarage verbindet die beiden Baukörper optisch miteinander und bildet so einen geschützten Eingangsbereich aus.
Zur nördlichen Straßenseite hin wirkt das Haus mit einer tiefer gezogenen Traufe und nur wenigen Fensteröffnungen geschlossen. Zur Süd- und Gartenseite jedoch öffnet es sich mit großzügigen Glasflächen über zwei Geschosse. Teilflächen der Fassade wurden in Materialstärke und Farbe abgesetzt, verbinden so Fensteröffnungen miteinander und gliedern die Fassade.
“Auch im Inneren wurde auf eine klare Gliederung und Formsprache Wert gelegt”, sagt Architekt Per Christiansen. So verschwinden Einbauschränke in Küche und Flurbereich in eigens dafür geplanten Nischen. Im Dachgeschoss wurde anstatt einer konventionellen Brüstung eine halbhohe Regalkombination mit integriertem Wäscheabwurfschacht platziert.
Die Räume im Dachgeschoss sind offen bis in den First. In den Kinderzimmern entstanden dort auf eingezogenen Deckenebenen Schlafkojen.
Ausgestattet mit einer zentralen Lüftungsanlage, wird das Gebäude von einer Holzpelletheizung und einer Solaranlage beheizt.