Man badet in Zitaten und Fantasie
Im Bad ist beständiges Design gefragt, traditionelle Handwerkskunst ebenso wie Gold und Glanz
In turbulenten Zeiten wünscht sich der Mensch Geborgenheit. Das zeigt sich besonders bei der Wohnungseinrichtung: Gefragt sind beständige Entwürfe in feiner Qualität. Ein Trend, der auch im Bad Konturen zeigt.
Typisch für die neue Wertewelt ist das Wiederauftauchen von Schränken und Sideboards mit Kassettenfronten – selbstverständlich ganz modern interpretiert. Solche Details sollen traditionsreiche Handwerkskunst signalisieren, die, wenn es „draußen“ schon unehrlich zugeht, zumindest in den eigenen vier Wänden Glaubwürdigkeit verspricht.
Gerne zitiert wird der „Bauhaus“-Stil in seiner unverkennbaren Formensprache „schlicht, pur, klar, schnörkellos und schön eckig“. Dazu setzen die Designer in ihren Entwürfen wieder viel Edelstahl und starke Schwarz-Weiß-Kombinationen ein. Aber auch Glamouröses in Gold und Glanz erlebt seine Renaissance. Dazu kommen als Akzente feuriges Rot, extravagantes Violett und Namen, die Luxus suggerieren. Wer etwa dauerhaft mit „Champagne“ baden will, erhält den neuen Oberflächen-Ton mit einem Hauch von 22 Karat Gold bei einem Markenanbieter für Armaturen.
Was dem Wasserspender recht ist, ist dem Waschtisch nur billig. Deshalb erfindet auch er sich immer wieder neu. Auf der einen Seite zelebriert Mineralguss runde, eckige, ovale oder organische Beckenformen in schlanker Silhouette. Auf der anderen Seite bahnt sich kühles Sicherheitsglas in kühnen Nuancen von Lila, Rot oder Grün den Weg ans Spiegellicht. Jeder RAL-Farbton wird laut Hersteller realisiert.
Überhaupt sind Individualität und Maßanfertigung in diesen Tagen wichtige Themen, so eine Beobachtung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. Ebenfalls im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Raumkonzepte mit viel Spielraum für die eigene Kreativität auf wieder wachsenden Flächen. Obwohl die Haushalte kleiner und die Singles mehr werden, geht der Trend zu größeren Wohnungen. Das Bad, da sind sich viele Experten einig, wird an Bedeutung gewinnen und mit ihm das „Private Spa“.
Ob mit moderner „Schwitzhütte“, die nicht nur in puncto Temperatursteuerung, Farblicht und Sound der öffentlichen Sauna schnellen Schrittes den Rang abläuft. Ob mit modularen Ideen für Duschen, die neben Wasserspaß auch zahlreiche planerische Möglichkeiten über die Badgrenze hinaus bieten. Oder ob mit einer experimentell anmutenden Inszenierung, bei der die Armatur nicht nur mit Wasser spielt, sondern als überdimensionales Raumelement gleich noch dazu den Innenarchitekten abgibt. – Keine Frage: Die Angebote der deutschen Sanitärmarkenindustrie für das heimische Wohlfühlrefugium lassen an nichts fehlen. Schon gar nicht an Vielfalt und Fantasie.
Wer die aktuellen Bädertrends in Natura ansehen möchte, besuche die BäderWelten von Andreas Paulsen (www.andreaspaulsen.de) in Kiel und Neumünster.
