In vier Schritten zur Solaranlage
Die Wärme der Sonne zu nutzen ist für viele Hausbesitzer ein erster Schritt weg von den hohen Heizkosten. Thermische Solaranlagen nutzen die Wärme der Sonne für die Erwärmung von Wasser.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) erklärt, was Interessierte bei der Installation von Solaranlagen beachten sollten.
1.) Der richtige Zeitpunkt
Wer jetzt eine neue Heizung mit Solaranlage installiert, spart dauerhaft Energiekosten und hat im Sommer genügend Solarenergie für warmes Wasser. Besonders wenn der Heizkessel sowieso erneuert wird, wird zum Einbau einer Solarthermieanlage geraten. Der Austausch alter Heizungen rechnet sich oft schon, wenn sie älter als 15 Jahre sind.
2.) Nur Trinkwarmwasser oder auch Heizungsunterstützung?
Als nächstes müssen sich Hausbesitzer entscheiden, was die Solaranlage leisten soll. Eine kleinere Solaranlage liefert in den warmen Monaten genug Energie, um den Trinkwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Will man zusätzliche Heizungsunterstützung, muss die Solaranlage inklusive Speicher größer ausfallen. Allerdings benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen und in gut gedämmten Häusern auch Wärmepumpen.
3.) Platz und Kosten abschätzen
Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt zur Erzeugung von Warmwasser mindestens 4-6 m² Kollektorfläche. Will man eine Solaranlage auch zusätzlich für die Heizungsunterstützung, muss man mit etwa 10-18 m² Kollektorfläche rechnen.
Für die Installation von Sonnenkollektoren bieten sich Dächer an, die direkt gen Süden ausgerichtet sind. Auch zwischen Ost und West sind alle Ausrichtungen realisierbar, gegebenenfalls muss die Kollektorfläche etwas größer gewählt werden.
Jede Solaranlage braucht einen Speicher für die gewonnene Wärme. Solaranlagen für Trinkwarmwasser benötigen mindestens einen 300 Liter-Speicher. Für Solaranlagen, die die Heizung mit unterstützen, sind etwa 100 Liter Speichervolumen je Quadratmeter Kollektorfläche erforderlich. Damit lassen sich bis zu 20 Prozent des gesamten Heizenergieverbrauchs einsparen.
Für den Einbau einer thermischen Solaranlage für Trinkwarmwasser müssen Interessenten mit Kosten ab 4.000 Euro rechnen. Bei einer Anlage mit Heizungsunterstützung erhöhen sich die Kosten auf 8.000 bis 12.000 Euro.
4.) Geeigneten Handwerker suchen
Vergleichen spart Kosten. Die dena empfiehlt: Am besten drei Angebote einzuholen und so einen geeigneten Handwerker finden. Damit die Angebote verglichen werden können, sollten alle angefragten Betriebe die gleichlautende Anfrage erhalten. Darin sollten die anstehenden Maßnahmen so genau wie möglich beschrieben werden. Referenzen der Anbieter über bereits durchgeführte Arbeiten können bei der Auswahl ebenfalls eine große Hilfe sein. So können Interessierte auch die Qualität der Arbeit vergleichen.