Im Einklang mit der Natur leben
Feng Shui, wörtlich übersetzt mit Wind und Wasser, ist eine asiatische Lehre zur Gestaltung der Lebensräume. Sie gründet auf der Philosophie des Taoismus und auf jahrtausende alten Naturbeobachtungen. Die daraus abgeleiteten Naturgesetze finden wir in ähnlicher Form auch in anderen Lehren wie dem indischen Vastu, der europäischen Geomantie. Gerade letzterer verdanken wir viele bekannte Bauwerke, Paläste und Stadtanlagen, auch Gärten und Parkanlagen wie Schloss Nymphenburg oder Sanssouci.
Die Grundlagen des Feng Shui
Der Mensch steht im Taoismus zwischen Himmel und Erde. Er ist Teil der Natur, des Universums.
War es früher noch relativ einfach, sich dieser Ordnung anzupassen, so fällt es uns in unserer technisierten und naturabgewandten Welt sehr viel schwerer. Feng Shui hilft uns, durch eine bewusste Gestaltung unserer Lebensräume Haus, Garten, Stadt wieder in diese Ordnung zurückzufinden und im Einklang mit der Natur zu leben.
Von Menschenhand geschaffene Wohnräume, Gärten und Landschaften sollten mit der Natur verschmelzen, immer in Übereinstimmung mit ihr- nicht gegen sie. Die natürliche, ursprüngliche Schönheit der Natur sollte erhalten bleiben.
Alles ist durchströmt von Energie; vom kleinsten Lebewesen, Pflanze, Mineral bis zur Erdkugel und dem Universum. Die Chinesen nennen diese Energie Qi, die Inder Prana, die Germanen nannten sie Od, was soviel wie Lebensatem bedeutet.
Qi ist die Energie, die Lebenskraft, die uns umgibt. Die Chinesen bezeichnen das Qi als den kosmischen Atem des grünen Drachen; wo dieser wertvolle Atem entsteht, sanft fliesst oder sich sammelt, wird großes Glück und Harmonie herrschen. Durch den Qi-Fluß in unseren Gärten können wir diese kostbare Lebenskraft sammeln und für uns erlebbar machen.
Wo das Qi allerdings zu schnell dahin schiesst, stagniert oder nicht vorhanden ist nennt man es Sha-Qi, was Stress und Krankheiten verursacht.
Analog zur traditionellen chinesischen Medizin werden derartige Blockaden mit Hilfe von Erdakupunktur, Gestaltung der Lebensräume nach den himmlischen Tieren und fünf Elementen, nach den Formeln des Wasser- und Bergdrachen aufgelöst. Das Gleichgewicht von Yin und Yang wird wieder hergestellt.
Das Landschafts-Feng Shui verwendet traditionell die Symbolik der himmlischen Tiere: des Drachens, des Tigers, des Phönix und der Schildkröte. Diese mythischen Wesen entsprechen den verschiedenen Richtungen vom Hauseingang aus betrachtet. Ob nun das Gelände oder die umliegende Bebauung dem Heim und den Bewohnern günstig gegenübersteht, kann anhand der Form und der Lage, der Qualität des Qi bestimmt werden. So beeinträchtigt beispielsweise ein Fluss oder eine Straße hinter dem Haus nicht nur das Wohlbefinden und Sicherheitsempfinden der Bewohner negativ sondern führt auch zu mangelnder Unterstützung und Stabilität der Familie oder des Geschäfts.
In der Natur gibt es immer Kontraste und Gegensätze, die sich jedoch ergänzen und gemeinsam harmonischer und kraftvoller wirken. Beispiele hierfür sind Sonne und Mond, Tag und Nacht, Sommer und Winter, Licht und Schatten. Yin und Yang sind ständig in Bewegung. Sie fließen immer ineinander über und schaffen Veränderungen.
Die fünf Elemente sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Treffen diese aufeinander, können sie sich gegenseitig positiv beeinflussen und stärken oder aber auslaugen und zerstören. In allen Lebensräumen, Häusern, Gärten etc. sollten alle Elemente vorhanden sein, da ihre Wechselwirkung entscheidend für Harmonie und ungehinderten Energiefluss ist.
Unter Berücksichtigung dieser wichtigen Erkenntnisse kann man viel in seinem
Leben zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der ganzen Familie oder Firma
verändern.