Gutes Klima im Büro
Ein Büro in Passivhaus-Standard, das stand für Dipl.-Ing. Stephan Blohm, Geschäftsführer vom Planungsbüro passivbau° in Kaltenkirchen außer Frage. Schon sein Privatwohnhaus hat er vor zehn Jahren als Passivhaus gebaut und wollte nichts anderes. Außerdem befasst sich passivbau° ausschließlich mit der Konzeption und dem Bau von Gebäuden im Passivhaus-Standard.
Also wollte Herr Blohm auch im beruflichen Alltag auf den Komfort und das gute Raumklima nicht verzichten, sowie für den Geschäftsmann die Kostenkontrolle der Nebenkosten gewährleistet sein.
Das Bürohaus in Kaltenkirchen wurde 2010 ganz bewusst in massiver Bauweise errichtet, um deutlich zu machen, dass der Passivhaus-Standard auch nicht durch Materialien eingeschränkt ist. Der Rohbau wurde mit Porenbetonsteinen gestellt und anschließend mit einem Wärmedämmverbundsystem verkleidet. Das WDVS hat als äußerste Schicht einen Putzanstrich mit Lotus-Effekt erhalten, das einer Veralgung und wetterbedingten Abnutzung entgegen wirkt.
Die Außenfenster haben eine Drei-Scheiben-Verglasung, sind Holzfenster mit einer Aluminium-Blendschale und Passivhaus-zertifiziert.
Das Büro, das auch als Musterhaus für Besichtigungen genutzt wird, ist modern und offen gestaltet. Es ist ein ebenerdiger Baukörper im Bungalow-Stil mit rund 160 m² Fläche, der den mittlerweile vier Mitarbeitern genügend Raum zum kreativen Arbeiten gibt.
Als Fußbodenbelag im Großraumbüro hat man Bambusparkett verlegt. Das Bad und die Abstellräume sind mit modernen Schieferoptikfliesen gefliest.
Das Kernstück eines jeden Passivhauses ist die Lüftungsanlage und das dazugehörige Haustechnikkonzept. Stephan Blohm entschied sich in dem Bürohaus für eine Lüftungsanlage des Herstellers Helios, die mit einer Erdwärmepumpe von Firma Ochsner kombiniert ist. Außerdem wurden Erdwärme-Flächenkollektoren im Erdreich eingebracht. Auf die Installation einer Solaranlage wurde bewusst verzichtet, da der Bedarf an Warmwasser sehr gering ist.
Hier wurde die Haustechnik so konzipiert, dass während der kalten Wintermonate nach Nutzung der solaren und internen Wärmegewinne eine Heizungsunterstützung durch die Erdwärmeanlagen gewährleistet ist. Eine Zusatzenergiequelle sollte in jedem Passivhaus bereitstehen, um im Bedarfsfall die Räume zu erwärmen. Das erfolgt dann durch die Verteilung der erwärmten Luft über das Lüftungssystem.