Grüne Dächer leben länger

Kategorie [ Dacheindeckung ]

Begrünte Dächer und Fassaden geben der Natur einen Teil der versiegelten Flächen wieder zurück.

Gründächer verschönern und schützen ein Dach, speichern Niederschläge, filtern Staub und sorgen für natürliche Wärmedämmung.

Dachbegrünungen verschönern und schützen Flachdächer
Durch die umfangreiche Bebauung der Städte und die damit verbundene Versiegelung von Oberflächen geht so manches Stück Grün verloren. Ein grünes Garagendach, ein Carport oder gar das ganze Hausdach mit Pflanzenbewuchs bieten eine gute Alternative.

Kaum Pflegeaufwand
Ein grünes Dach ist nicht nur eine Wohltat für die Augen, sondern gerade für Allergiker eine Entlastung, da Staub gebunden wird. Bei der Bepflanzung kann man auf eventuelle Allergien Rücksicht nehmen. Je nach Standort, ist von Gräsern, Stauden bis hin zu Kräutern alles möglich. Die Pflege eines Dachs mit einer extensiven Dachbegrünung (niedrig wachsender Pflanzenbewuchs) ist äußerst einfach. Abgehärteten Pflanzen überstehen auch ungünstige Witterungseinflüsse unbeschadet. Der jährliche Pflegeaufwand beschränkt sich auf einen Kontrollgang und eine Nachdüngung im Frühjahr. Selbst Gießen ist in der Regel nicht notwendig.

Witterungs-Schutz
Die Dachbegrünung schützt die Dachabdichtung vor Umwelteinflüssen und bietet zudem Schallschutz. Gerade Leichtdächer werden durch Begrünung stabiler. Die darunter liegende Dachhaut wird gegen Witterungseinflüsse wirksam geschützt und hält bedeutend länger. So machen sich die Mehrkosten schnell bezahlt. Außerdem gibt es neben Förderprogrammen auch Einsparungen in allen Städten mit Regenwasserabgabeverordnungen. Hierbei gelten nämlich die begrünten Flächen als entsiegelt und werden nicht mit angerechnet.

Statik prüfen
Allerdings sollte Dachbegrünung nur vom qualifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden. Sowohl die Statik des Daches als auch eine fachgerechte Entwässerung ist von großer Bedeutung. In Deutschland wird bereits jedes zehnte Flachdach begrünt, das sind 8 bis 10 Millionen Quadratmeter pro Jahr. Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung wünscht, dass alle Dächer bis 15° Neigung grün werden.

Qualität ist wichtig
Wichtig ist nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der errichteten Dächer. Sowohl beim Aufbau wie bei der Erhaltung müsse Qualität gesichert sein. Es hat keinen Sinn, Alibi-Gründächer zu bauen, die in Kürze zur Wüstenlandschaft werden. Damit es nicht soweit kommt, informieren, die örtlichen Landschaftsbauer oder spezialisierte Dachdeckerbetriebe.

Finanzielle Zuschüsse
Einige Städte beweisen, dass Gesetze und finanzielle Unterstützungen die Begrünung fördern können. In Linz etwa muss seit 1988 jedes Flachdach mit einer Neigung bis zu 30° und ab einer Größe von 500 Quadratmetern begrünt werden. Dafür gibt es einen Zuschuss von bis zu zwei Dritteln der Dachkosten. In Köln zahlt der Besitzer eines Hauses mit grünem Dach nur die Hälfte der Abwassergebühren. In anderen deutschen Städten wird die Versiegelungsabgabe für die Verbauung von Grünland reduziert, wenn der Bauherr z.B. eine Wiese aufs Dach verlegt.