Frühjahrschnitt hält Rosen jung

Kategorie [ Gartengestaltung ]

Rosen im GartenJe stärker man Edelrosen schneidet, desto kräftiger wird ihr Austrieb

Das Frühjahr ist die richtige Zeit, um die Rosen für den Sommer zu rüsten. Jetzt wird der Grundstock für einen gesunden Pflanzenaufbau gelegt.

Durch den Schnitt erreicht man einen luftigen und lockeren Wuchs und mindert somit den Befallsdruck durch Pilze. Altes, totes und nach innen wachsendes Holz wird grundsätzlich heraus geschnitten. Ebenso entfernt man alle Wildtriebe. So nennt man Zweige, die unterhalb der Veredlungsstelle am Wurzelhals austreiben und der Edelsorte Konkurrenz machen. Ansonsten sind die einzelnen Rosengruppen unterschiedlich zu behandeln.
Wildrosen und einmal blühende Strauchrosen werden nicht jedes Jahr zurückgeschnitten, da sie nur am mehrjährigen Holz Blüten hervorbringen. Sie brauchen die älteren Zweige, um üppig zu blühen. Es werden also nur ein oder zwei alte Triebe ganz unten herausgenommen, um eine Verjüngung zu erzielen. Unterlässt man den Schnitt, kommt es zu einer vorzeitigen Vergreisung des Stockes.
Beetrosen und Edelrosen: Bei dieser beliebten Kategorie ist der Schnitt lebensnotwendig, um vitale Pflanzen zu erhalten, denn sie blühen am diesjährigen Holz. Die Stärke des Rückschnitts ist abhängig von der Wuchskraft der einzelnen Sorte. Während bei schwachwachsenden Sorten auf drei bis vier Augen geschnitten wird, lässt man bei starkwachsenden sechs bis acht Augen stehen. Diese Empfehlung mag im ersten Moment verwirren, aber die Erklärung ist ganz einfach: Je stärker man eine Rose schneidet, desto kräftiger ist der Austrieb. Deshalb werden gerade schwachwachsende Sorten stark geschnitten.
Strauchrosen: Bei den öfter blühenden Strauchrosen und auch den dauerblühenden englischen Rosen wird ein Rückschnitt um ca. ein Drittel der Gesamthöhe vorgenommen. Dieser fördert die Stabilität. Gleichzeitig können schwache und überalterte Triebe entfernt werden.
Kleinstrauchrosen (Bodendeckerrosen): Diese Rosen muss man nicht schneiden. Entfernt werden höchstens Zweige, die stören oder zu dicht wachsen. Will man jedoch kompakte Pflanzen, muss jährlich geschnitten werden.
Kletterrosen: Die märchenhaft blühenden Kletterrosen werden nicht jährlich zurückgeschnitten. Hier schneidet man nur Triebe ab, die in die falsche Richtung wachsen. Bei älteren Exemplaren sollte ab und zu ein alter Ast von unten entfernt werden, um eine Verjüngung und durchgehende Belaubung zu erzielen.