Fragen an den Solarexperten

Kategorie [ Solarstrom ]

Mike StebnerInterview mit Mike Stebner, Vertriebsleiter der Balticsolar GmbH

Der Solarmarkt boomt. Kein Wunder, denn die Sonne ist die größte erneuerbare Energiequelle. Sie scheint zuverlässig und kostenlos. Und das voraussichtlich noch für die nächsten fünf Milliarden Jahre. Immer mehr Menschen denken über eine eigene Solarstromanlage nach. Grund genug für einige Fragen an den Solarexperten.

Herr Stebner, der Solarmarkt boomt derzeit. Für wen ist der eigene Strom vom Dach besonders interessant?
Vor allem Landwirte und Unternehmen mit großen und geeigneten Dachflächen nutzen Photovoltaik als eine sichere und finanziell attraktive Investitionsmöglichkeit.
Aber auch immer mehr private Hauseigentümer installieren eine Solarstromanlage auf ihrem Dach. Dank staatlicher Förderprogramme können “kleine Stromproduzenten” mit ihrer Solaranlage langfristige Renditen von mehr als 7 Prozent erzielen, wie jüngste Berechnungen der Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 8/2009) zeigen.

Welche Faktoren sind bei der Investition in eine Solaranlage wichtig?
Zunächst sind natürlich das passende Dach und seine Ausrichtung wichtig. Optimal ist ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einem Neigungswinkel von 30 Prozent, auf das kein Schatten fällt. Soweit die Idealvorstellung.
Doch auch unter nicht ganz perfekten Bedingungen kann eine Anlage effizient arbeiten und sehr gute Erträge erzielen. Aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf gilt: Je weiter die Dachausrichtung von Süden abweicht, desto flacher können die Module sein. Bei 15 Grad Neigung ist also auch eine West- oder Ostausrichtung rentabel.
Neben der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, etwa über die KfW-Bank, ist vor allem auch die Qualität der Module und deren fachgerechter Einbau entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg einer Solarstromanlage.
Als zertifizierter Partner namhafter Hersteller können wir unseren Kunden qualitativ hochwertige Module anbieten. Aufgrund unserer Erfahrung und unseres Know-hows erhalten sie dann eine optimal auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung. Nur so kann ein langer und störungsfreier Betrieb der PV-Anlage und ein hoher Ertrag über Jahrzehnte erreicht werden. Gerade für die fördernde Bank sind dies wichtige Faktoren bei der Kreditvergabe.

Welche steuerlichen Vorteile ergeben sich aus der Anschaffung einer Solarstromanlage?
Steuerliche Vorteile ergeben sich für den Anlagenbetreiber zum einen dadurch, dass er als Stromerzeuger unternehmerisch tätig wird und die Mehrwertsteuer in Höhe von derzeit 19 Prozent auf den Anlagenpreis in voller Höhe zurück bekommt. Des Weiteren kann er von Steuervorteilen durch Abschreibungen profitieren, das heißt, er kann die Investitionskosten der Solarstromanlage über mehrere Jahre verteilt von den jährlichen Einnahmen abziehen.
Daneben können noch Sonderabschreibungen in Betracht kommen, die zu einer weiteren Absenkung der Steuerlast führen. Grundsätzlich sollten sich zukünftige Anlagenbetreiber hinsichtlich der steuerlichen Betrachtung von einem Steuerberater beraten lassen, da jeder Einzelfall unterschiedlich ist.

Die Balticsolar GmbH mit Sitz in Lübeck wurde 2004 von Andreas Höchst gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Planung und Installation von Photovoltaik-Anlagen spezialisiert und zählt zu den Marktführern in Norddeutschland. Von der Beratung über die Planung und Montage durch firmeneigene Teams bis zur Inbetriebnahme der Anlage bietet Balticsolar seinen Kunden einen Komplett-Service aus einer Hand.

Foto:Balticsolar