Fachvorträge zum Thema „Energetisch sanieren – aber richtig“
Zum Thema “Energetisch sanieren – aber richtig” finden auf der NordBau in der Forumhalle vor Halle 1 drei Vorträge statt, und zwar am 9., 10. und 11. September jeweils von 11-12 Uhr. Referent ist Dipl.-Ing. Architekt Thomas Schneider (Fachtechnischer Berater des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein).
Schimmelpilze ist ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können. Sie bilden in der Wachstumsphase Zellfäden. Diese sind meist farblos, so dass der Schimmelpilz in dieser Phase normalerweise mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist. Zur Vermehrung und Verbreitung bilden sie Sporen. Diese sind oft gefärbt, so dass der Schimmelpilzbefall dann mit bloßem Auge (zum Beispiel als schwarze oder gelbe Flecken) erkennbar ist.
Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohnerinnen und Bewohner kommen. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit.
Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können der direkte Eintrag von Feuchtigkeit (zum Beispiel über defekte Dächer, Dachrinnen oder Risse im Mauerwerk) oder eine unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte sein. Letzteres entsteht durch unsachgemäßes Heizen und Lüften oder Kondensation (Tauwasserbildung) der Luftfeuchte im Bereich von “kalten” Bauteilen, die zum Beispiel durch Wärmebrücken in den Dächern bei unzureichend oder falsch angebrachten Wärmedämmungen und Undichtigkeiten in der Luftdichtheit entstehen.
Die Aufstellung zeigt, dass neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln, auch die Bewohner/innen zu erhöhter Feuchte im Gebäude beitragen. Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht (Duschen, Kochen, Wäschetrocknen etc.), kann die Feuchtigkeit im Gebäude über das erträgliche Maß hinaus erhöhen. Dies wird vor allem dann ein Problem, wenn die Gebäude aus Energiespargründen aufwändig gedämmt wurden.
