Expertentipp: Wohnen über den Dächern der Stadt

ANZEIGE Der Ausbau oder die Aufstockung eines Dachgeschosses sind ausgezeichnete Möglichkeiten, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen – entweder für mehr Komfort im Eigenheim oder für mehr Mietraum in Städten oder auf dem Land. Die Experten aus dem Holzbauzentrums Nord (HBZ*Nord) wissen, worauf es dabei ankommt.

Das HBZ*Nord ist im Norden Deutschlands eine einzigartige Beratungsstelle für Holzbaubetriebe, Architekten, Planer und Sachverständige in Sachen Holzbau. Das Spektrum reicht von unabhängigen und neutralen fachtechnischen Beratungen beim Planen und Bauen mit Holz über Seminare und Weiterbildungen bis zu bauphysikalischen Berechnungen und Sachverständigenwesen.

Kann der Ausbau des Dachgeschosses mit einer Dachsanierung verbunden werden?
Egal, ob ein Bauherr mehr Wohnraum unter dem Dach schaffen oder das Dach einfach nur energetisch sanieren möchte, in jedem Fall ist eine Kombination beider Maßnahmen möglich und zudem sinnvoll. Zeitgemäß ist dabei eine konstruktive Trennung beim Ausbau in eine Dachhülle und eine hierin eingesetzte Raumgestaltung.

Welche Baustoffe empfehlen Sie?
Holz hat als Baumaterial den entscheidenden Vorteil, dass es sehr vielseitig zu bearbeiten ist. Zudem ist es als umweltfreundlicher, nachwachsender Rohstoff frei von Chemie. Er schafft ein sehr gutes Raumklima. Auch für Aufstockungen ist Holz durch sein geringes Gewicht der ideale Baustoff, denn es belastet die vorhandene Bausubstanz nur gering.

Wie wird die Gebäudehülle umgesetzt?
Bei Dachsanierungen und -ausbauten wird die Gebäudehülle nicht nur gedämmt, sondern auch luftdicht gemacht. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt neben der Luftdichtigkeit auch einen Mindestluftwechsel zur Gesundheit der Bewohner und den Erhalt der Bausubstanz vor.

Was bedeutet dieses Lüftungskonzept?
Grundsätzlich ist der Mindestluftwechsel nutzerunabhängig sicherzustellen. Dafür ist bei jedem Neubau und bei einer Sanierungsmaßnahme, bei der mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht werden oder mehr als ein Drittel der Dachfläche saniert wird, ein Lüftungskonzept zu erstellen. Danach werden bei Bedarf entsprechende Lüftungsanlagen erforderlich. Verantwortlich hierfür ist der Planer beziehungsweise das ausführende Unternehmen.

Wie finde ich einen geeigneten Betrieb?
Für die Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen ist es wichtig, einen kompetenten und erfahrenen Betrieb zu beauftragen. Um einen reibungslosen Ablauf und fehlerfreie Anschlüsse sicherzustellen, ist es sinnvoll, vom Dachstuhl mit Dämmung und luftdichter Ebene über den Innenausbau bis zur Dacheindeckung alles aus einer Hand – der eines Zimmereibetriebes – ausführen zu lassen.
Gerne kann das HBZ* aus seinem Netzwerk Empfehlungen geben, auch in der Region des Auftraggebers.

Foto: ©fotolia.com