Verschimmelter Putz

Expertentipp: Schimmel im Haus vorbeugen und bekämpfen

ANZEIGE Im Winter macht sich in vielen Häusern Schimmel bemerkbar. Mit einen Hygrometer und häufigem Stoßlüften kann man dem Schimmelbefall vorbeugen. Zeigt sich der Schimmel regelmäßig, kann ihn nur ein Fachmann wirksam bekämpfen.

Wenn sich dunkle Flecken an den Wänden bilden, ist das meist ein Zeichen für Schimmelpilz. Der sieht nicht nur hässlich aus, sondern kann auch der Gesundheit schaden. Diplom-Ingenieur Ümit Karaarslan, Experte der Verbraucherzentrale Energieberatung, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

Hohe Luftfeuchte im Winter fördert Schimmelbildung
„Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dadurch ab. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser“, erläutert Karaarslan.

Raus mit der feuchten Luft
Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Wenn die Luftfeuchte über 60 Prozent steigt, wird es Zeit zu lüften. Damit die Wände nicht auskühlen, sollten Sie höchstens fünf Minuten lang mit weit offenen Fenstern lüften. Noch besser ist Lüften mit Durchzug.

Mehr Heizen in schlecht gedämmten Häusern
Da warme Luft die Feuchtigkeit besser aufnehmen kann, hilft auch Heizen gegen Schimmel. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Schimmel hält sich hartnäckig
Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Karaarslan häufig ein Fall für den Fachmann: „Nur kleine und oberflächliche Schimmelschäden kann man gut selbst beseitigen. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen und unbedingt auch die Ursache des Befalls klären, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur Fachleute können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes verschwinden. Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft
In Kiel findet die Energieberatung der Verbraucherzentrale montags, dienstags und mittwochs in der Beratungsstelle, Andreas-Gayk-Straße 15, statt. Unter Telefon 0431/ 59099-40 können Sie Plätze sichern. Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter der Servicerufnummer 0800/ 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Vortrag über Schimmel im SHeff-Z
Schimmelpilze sind ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt. In Wohnräumen sind sie allerdings nicht nur ein Ärgernis, sondern auch ein ernst zu nehmendes Problem. Sie können nicht nur die Bausubstanz und Einrichtungsgegenstände, sondern vor allem die Gesundheit der Bewohner nachhaltig schädigen. Darüber informiert Dipl.-Ing. Ümit Karaarslan, Energieberater der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, beim nächsten SHeff-Treff im Energie-Ausstellungszentrum SHeff-Z an den Holstenhallen Neumünster. Der für Verbraucher kostenlose Vortrag findet am 22. Februar 2017 von 18-20 Uhr statt. Anmeldungen unter www.sheff-z.de, Veranstaltungen.

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Ümit Karaarslan ist das dann häufig ein Fall für den Fachmann: „Nur kleine und oberflächliche Schimmelschäden kann man gut selbst beseitigen. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen und unbedingt auch die Ursache des Befalls klären, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur Fachleute könnten außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes verschwinden.

Die Entstehung von Schimmelpilzen hängt eng mit den Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen in den Innenräumen zusammen. In dem Vortrag der Verbraucherzentrale erhalten Interessierte clevere Tipps, wie sie ein schimmelfreies Raumklima schaffen – und dabei gleichzeitig auch Heizkosten sparen. Dank der Projektförderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist der Vortrag kostenfrei.

Foto: ©Frahm