Energiesparhaus mit KfW-Förderungen finanzieren

Kategorie [ Beratung, Finanzierung ]

Wenn ein Energiesparhaus finanziert werden soll, dann stehen heute verschiedene Möglichkeiten der Förderung in diesem Zusammenhang zur Verfügung.

Diese Förderungs- bzw. Finanzierungsmöglichkeiten sind vor allem in Form von zinsgünstigen Darlehen vorhanden, die von verschiedenen Seiten aus vergeben werden. Solche günstigen Darlehen erhält man zum Beispiel von einigen Ländern, Gemeinden und/oder Kommunen, wenn bestimmte Bedingungen bezüglich der Energieeffizienz der zu finanzierenden Immobilie erfüllt werden können. Eine Förderung von Energiesparhäusern kann man jedoch auf jeden Fall, abhängig vom Wohnort, in Anspruch nehmen, nämlich die der KfW Bank. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für Privatpersonen an, unter anderem auch das Förderprogramm 153 mit der Bezeichnung “Energieeffizient Bauen”. Im Rahmen dieses Förderprogramms kann man ein zinsgünstiges Darlehen erhalten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Den günstigen KfW-Kredit bekommt man im Rahmen dieses Förderprogramms sowohl dann wenn man ein Energiesparhaus baut als auch beim Kauf einer solchen Immobilie. Als zu erfüllende Voraussetzung gilt zu beachten, dass das Haus den Standard des so bezeichneten KfW-Effizienzhaus 70 (oder auch besser) bzw. eines Passivhauses erreichen muss. Ist das der Fall, kann man ein Darlehen bis zu einem Maximalbetrag von 50.000 Euro in Anspruch nehmen. Die Baukosten können innerhalb dieses Maximalbetrages dabei zu einhundert Prozent finanziert werden. Im Zusammenhang mit dieser Förderung bzw. mit dem Darlehen der KfW Bank aus diesem Programm sind einige Aspekte zu beachten, die vor allem die Konditionen betreffen. Zunächst einmal kann zwischen Laufzeiten bis zu maximal 30 Jahren gewählt werden. Bei Laufzeiten über 20 Jahren können zu Beginn der Rückzahlung sogar bis zu fünf tilgungsfreie Jahre in Anspruch genommen werden.

Die Zinsbindung besteht bei diesem Darlehen stets über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg. Die Zinssätze sind sehr günstig und richten sich nach der Laufzeit des Darlehens. Aktuell (Ende Oktober 2010) kann das Darlehen bereits ab einem Zinssatz von 2,88 Prozent (effektiv) genutzt werden. Neben den günstigen Zinsen gibt es innerhalb des Darlehens aber auch noch eine sehr direkte Förderung, nämlich einen Tilgungszuschuss. Dieser Zuschuss kann in Abhängigkeit von den Energiewerten der finanzierten Immobilie bis zu zehn Prozent der Darlehenssumme betragen. Zudem sind außerplanmäßige Tilgungen jederzeit erlaubt und können ferner kostenlos vorgenommen werden. Aufgrund dieser vielen “Vergünstigungen” ist das Förderdarlehen insgesamt (deutlich) günstiger als ein Hypothekendarlehen, welches man von den Banken erhalten kann.

Neben der Erstfinanzierung sollte man sich ebenfalls Gedanken über eine mögliche Anschlussfinanzierung machen. Infos über Anschlussfinanzierungsformen für Immobilien, wie z.B. Forward Darlehen zur Sicherung von Zinsen gibt es auf www.ForwardDarlehen-Vergleich.de. Denn nur in den seltensten Fällen gelingt es dem Kreditnehmer das Darlehen im Zuge der ersten Zinsbindungsfrist komplett ab zu bezahlen.