Energetische Modernisierung
Die Siedlung Hohenrade wurde Ende der 1930er Jahre angelegt und zeigt heute noch ein recht einheitliches Bild – insbesondere wegen des typischen roten Backsteinmauerwerks. Die Wärmedämmung genügt den heutigen Ansprüchen jedoch nicht.
Gedämmt Doppelhaushälfte behält die ortstypische Klinker-Optik bei
Eine zweigeschossige Doppelhaushälfte (zwei Wohneinheiten mit je 87 m²) wurde energetisch modernisiert, ohne sich gestalterisch zu sehr abzuheben. Die alten Fenster wurden durch hochwertige dreifachverglaste Wärmeschutzfenster ersetzt. Die Kellerdecke wurde unterseitig mit 6 cm Poyurethan-Hartschaumplatten, die Außenwände wurden mit 12 cm gedämmt. Zusätzlich wurde die Fassade mit keramischem Klinker-Riemchen verkleidet.
Es handelt sich hierbei um gebrannte Tonziegel, die sich von herkömmlichen Mauersteinen nur durch ihre geringe Dicke von 1,4 cm unterscheiden. Die gedämmte Fassade bekommt wieder einen Mauerwerkscharakter und ist – im Gegensatz zu einer Putzfassade – nahezu wartungsfrei.
Im Keller des Gebäudes wird ein zentraler Pelletheizkessel mit Pufferspeicher eingebaut, der alle Wohnungen mit Heizwärme versorgt. Zur Unterstützung der Zentralheizung wird eine solarthermische Anlage mit 10,5 m² Flachkollektoren installiert.
Die Anlage deckt ca. 60 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs und 10 Prozent des jährlichen Heizwärmebedarfs.