Ein Haus an der Sonne
Auf die aktive Nutzung des kostenfreien und krisensicheren “Rohstoffs” Sonne setzt das Sonnenhaus, die neue Generation des Niedrigstenergiehauses.
Das Sonnenhaus wird zu 100 Prozent von der Sonne und mit Holz geheizt
Bis zu 100 Prozent des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser können bei einem Sonnenhaus solar gedeckt werden, mindestens 50 Prozent sollten es möglichst sein, um von einem Sonnenhaus zu sprechen. Für den Restwärmebedarf wird der heimische Rohstoff Holz genutzt.
Ziel eines Sonnenhauses ist es, bei geringstmöglichem Primärenergieaufwand einen möglichst hohen Wohnkomfort und weitgehende Unabhängigkeit von Energiekrisen zu erreichen. Dabei zeichnet sich das Sonnenhaus durch sein bis ins Detail durchdachtes, ausgewogenes Gesamtkonzept aus.
Das weitgehend solar beheizte Heim ist heute mit bezahlbarem Aufwand realisierbar und bietet über Jahrzehnte die Perspektive niedriger Heizkosten. Dies wird zum einen durch rationelle, ressourcenschonende Bautechniken ermöglicht, zum anderen ist das Gelingen einer Solarheizung mit hohem Deckungsgrad nicht eine Frage einer möglichst komplexen Anlage, sondern eines einfachen, überschaubaren Systems, bei dem alle Komponenten sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.
In länger andauernden sonnenarmen Perioden stellt eine Zusatzheizquelle die Energieversorgung sicher. Konsequenterweise nutzt man im Sonnenhaus auch hierzu Sonnenenergie in gespeicherter Form der Biomasse. Holz, ein heimischer, nachwachsender Rohstoff, verbrennt CO2-neutral und in moderner Anlagentechnik abgasarm. Da der Brennstoffbedarf im Sonnenhaus mit etwa 1-3 Raummeter Holz im Jahr sehr gering ist, werden bevorzugt Kachel-, Kaminöfen oder Küchenherde als zentral Heizquelle eingesetzt. Sie sind mit einem Wassereinsatz ausgestattet, um den Pufferspeicher nachheizen zu können. Noch größeren Komfort bieten Holzvergaserkessel oder vollautomatische Pelletheizungen.
Das Sonnenhaus ist neu im Programm bei Hanse Haus. Die Firma ist seit fast 80 Jahren im Fertighaus-Bau tätig und zählt heute zu den Top-Anbietern bei frei geplanter, energiesparender Holzbauweise. Die Haustechnik (Solarkollektoren usw.) dazu liefert die Stöver. Auch diese Firma hat eine lange Tradition. Auf 150 Jahre kann man zurückblicken. Und auch für die Zukunft sind sie bestens gerüstet. Die Firma ist Mitglied der BUSO (Bund Solardach), der einzigen länderübergreifenden Solargenossenschaft Europas. Die Kollektor- und Speichertechnik der 2007 mit dem “Hamburger Solarpreis” ausgezeichneten Anlage sind exklusive Produkte der Solargenossenschaft.
Etwa ein Drittel der Primärenergieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle) wandeln wir in Wärme um; davon wird der größte Teil für Raumheizung und Warmwasser verwendet. Der Klimawandel und die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern, deren Vorräte in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen, zwingen zu schnellem Handeln. Weitgehend solar beheizte Wohnhäuser zeigen bereits heute, wie wir diese Herausforderung ohne Verlust an Lebensqualität meistern können.
Es gilt aber nicht nur im Bauen neue Standards zu setzen, sondern auch die Energieverbräuche im Gebäudebestand drastisch zu reduzieren. Durch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen und eine großethermische Solaranlage ließe sich der Wärmeverbrauch auf ein Drittel bis ein Viertel senken. Nur unter diesen Voraussetzungen reichen in Zukunft die Ressourcen nachwachsender Rohstoffe( wie Holz) aus um den Restenergiebedarf zu decken.
Foto:BUSO