Eigen- statt Altersheim
Wohneigentum für Senioren mit medizinischer Betreuung
Senioren setzen zunehmend auf attraktives Wohneigentum mit begleitenden Service-Leistungen. Dieses belegt eine Studie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT).
Viele Pensionäre verfügen über genügend finanzielle Mittel und sind bereit, ihr Geld in Immobilien mit Service-Wohnen zu investieren – gerade angesichts der stetig wachsenden Lebenserwartung. “Eine Chance für Wohnungsanbieter mit Weitblick”, betont Dr. Uwe Krink von der Landesbausparkasse.
Die wohnbegleitenden Dienstleistungen werden nur im Bedarfsfall angefordert. Statt im Heim leben die Menschen in ihren eigenen vier Wänden und können die Stand-by-Dienstleistungen jederzeit in Anspruch nehmen. “Diese reichen von medizinischer Betreuung über Hilfe bei der Hausarbeit bis zu Wäsche- und Fahrdiensten”, erläutert Krink.
Der Anteil der über 65-jährigen in der Bevölkerung wächst überproportional. Zugleich ist diese Altersgruppe so vital wie keine Rentnergeneration vor ihr: Laut Statistischem Bundesamt steigt die Lebenserwartung bis 2050 für Frauen auf 86,6 und für Männer auf 81,1 Jahre – viel Zeit, um in eine Immobilie zu investieren und dort zu leben. Lebenslange Wohnselbstständigkeit lautet die Devise.
Viele ältere Menschen stehen heute finanziell so gut da, dass sie sich ihren Wunsch nach Wohneigentum erfüllen können. Allerdings bilden wohnbegleitende Dienstleistungen für viele die Voraussetzung, um in ein Eigenheim zu investieren. “Gefragt sind individuelle Immobilienangebote und große Gestaltungsspielräume für die Käufer”.