Die Welt der grünen Dächer
re-natur sind Spezialisten für Dachbegrünungen, Kleingewässer und Stauden
Das OASE-Heilhaus setzt nicht allein unter therapeutischen Aspekten innovative Akzente, sondern auch als Gebäude an sich. Die Begrünung seiner Dächer lag bei der re-natur GmbH. Das in Ruhwinkel bei Wankendorf ansässige Unternehmen blickt auf eine fast vierzigjährige praktische Erfahrung mit Gründächern zurück. Und deshalb begegnen wir immer wieder dem Namen re-natur, wenn es um lebendige Dächer geht.
Gar nicht weit vom OASE-Heilhaus entfernt finden wir beispielsweise die Öko-Feriensiedlung Augustenhof bei Dahme. Das Gemeinschaftshaus und die 30 Ferienhäuser tragen Dachfolien und Pflanzen von re-natur. Mehrere auffällige Einfamilienhäuser in Tonnendachweise sind zudem als Beispiel genannt und außerdem fast eine ganze Gebäudezeile am Rande einer Neubausiedlung in Flintbek, wo die Dachbegrünung zur Bauauflage gehörte. Bürogebäude in Kiel, das steile Dach eines Gemeindehauses in Eckernförde und das noch steilere eines Pyramidenhauses in Neumünster. Die Reihe ließe sich noch lange fortsetzen.
Paul Schwedtke, Gründer und Inhaber von re-natur, freut sich über das breite Spektrum der in all den Jahren geschaffenen Dach-Lebensräume und erinnert sich auch gern immer wieder an die Individualität der meisten seiner Kunden. “Es ist ja bis heute so, dass Gründächer das Ergebnis einer sehr bewussten Entscheidung von Bauherren und Architekten sind,” meint er. “Sehr oft gehen sie mit individuellen Ideen und Umsetzungen bezüglich des Bauens insgesamt einher.”
re-natur liefert Folien und sämtliches Zubehör für Dachbegrünungen wie auch für Kleingewässer: vom Sumpfklärbeet bis zum Schwimmteich. Dazu auch – aus eigenem Gärtnerbetrieb – die Stauden für Dächer und Teiche. In Einzelfällen übernimmt man die Abdichtung von Dächern und Teichen selbst. Vor allem aber sieht sich das Unternehmen als Partner von Dachdeckern, Zimmereien, Garten- und Landschaftsbau.
Stellvertretend für die von Paul Schwedtke geschilderte Erfahrungswelt rund um die Dachbegrünung sei die Öko-Siedlung “Alsterbogen” in Flensburg vorgestellt. Entstanden ist die viel beachtete Anlage in den Jahren von 2000 bis 2006. Es gibt hier freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Mehrfamilienhäuser. Das entspricht den unterschiedlichen Wünschen und Lebensentwürfen der “Dorf”-Bewohner.
Die Abstände zwischen den Wohneinheiten reflektieren Gedanken über die richtige Distanz: nicht zu nah, aber auch nicht zu weit voneinander entfernt. Man kennt sich, man respektiert sich und das Bedürfnis nach eigenem Raum. Mittendrin das gemeinsam finanzierte und getragene Gemeinschaftshaus.
Entstanden ist die Siedlung Stück für Stück. Haus für Haus wurde gebaut und verkauft. Es handelt sich um eine über Jahre wachsende Siedlung. Infrastruktur und soziale Strukturen entwickeln sich mit. Dadurch war die Anlage für eine lange Zeit Baustelle – und gleichzeitig lange auch “Abenteuerspielplatz” für die Kinder.
Die Bewohner verbindet der Wunsch nach einem nachhaltigen Lebensstil. Die Gebäude sind energiesparend in Niedrigenergiebauweise aus einem möglichst großen Anteil nachwachsender Rohstoffe erstellt. Die negativen Auswirkungen der notwendigen Bodenversiegelung wurden durch begrünte Dächer gemindert.
In der sechsjährigen Bauphase haben sich nicht nur die Bewohner der Siedlung zusammen gefunden. Auch der Bauträger und der Architekt, der Holzhausbauer, die Dachdecker und Dachbegrüner haben in langjähriger Zusammenarbeit gemeinsam und voneinander gelernt.
Die Begrünung stellte eine spannende Aufgabe dar. Sehr vielfältig stellten sich die Dächer dar von flach bis stark geneigt, beschattet oder besonnt, als Pult- und Satteldächer. Die Wahl der Substrate und Pflanzen stellte ihre Anforderungen, die Berücksichtigung von Soglasten und Schubsicherung ebenfalls.
Heute bietet die Siedlung einen Überblick über kürzlich angelegte, mittelalte und “alte” Dächer und damit über verschiedene Entwicklungsstadien der Vegetation. Und während re-natur die letzten Dächer begrünte, nutzte man die Gelegenheit, die ältesten Dächer ein wenig auf zu düngen.
“Wer die Siedlung heute unter dem Aspekt der Dachbegrünung besichtigt, der braucht einen fachkundigen Führer, der die Entwicklung der letzten neun Jahre mit verfolgt und gestaltet hat”, meint Jörg Baumhauer, Geschäftsführer von re-natur. Nur so lässt sich nach seinen Worten nachvollziehen, wie Substrat, Dachneigung, Witterung und Pflanzenwelt zu den aktuellen Dachsituationen beigetragen haben.