Das Grundstück gut absichern

Kategorie [ Einbruchschutz ]

Ein sicheres GrundstückMit Beleuchtung, Zaun und Elektrotechnik halten Sie Einbrecher von Ihrem Grundstück fern

In unserer Serie zum Thema Einbruchschutz gibt Kay Katzenmeier vom Landeskriminalamt Schleswig-Holstein diesmal Empfehlungen, um das Grundstück gut abzusichern.

Unerwünschten Besuchern sollte man das Betreten des Grundstücks durch eine Einfriedung – d.h. einen Zaun oder eine Hecke – erschweren. “Die Einfriedung ist die erste Barriere und stellt eine juristische Grenze dar,” so der Sicherheitsberater der Polizei. “Zu beachten ist, dass der Zaun rundherum komplett geschlossen ist.” Außerdem sollten Gartentüren, Hof- und Garagentore auch bei Anwesenheit abgeschlossen werden.
Eine Sprechanlage an der Gartentür (eventuell sogar zusammen mit einer Videokamera) dient zur Zugangskontrolle der Besucher. “Die Video-Gegensprechanlage ist immer mehr im Kommen,” verrät Kay Katzenmeier, “signalisiert sie dem ungebetenen Gast doch: Wenn ich klingle, werde ich auch gesehen.” Allzu oft wird gerade bei Mehrfamilienhäusern beim Klingeln bedenkenlos auf die Summertaste gedrückt.
Ebenfalls abschreckend für Einbrecher ist eine vernünftige Außenbeleuchtung. Die Polizei empfiehlt dazu Bewegungsmelder. Das Nonplusultra ist eine Infrarot-Schranke rund ums Haus. Wird diese durchbrochen, ertönt über Lautsprecher die Aufforderung “Bitte verlassen Sie das Grundstück.” Das System lässt sich mit Außenkameras und – wie bei der Alarmanlage – mit einer Rufweiterschaltung zum Sicherheitsdienst verbinden.
Eine Alarmanlage ersetzt mechanische Sicherungen (d.h. einbruchsichere Fenster und Türen) nicht, ist aber eine gute Ergänzung. “Eine Einbruchmeldeanlage macht nur Sinn, wenn sie angeschlossen ist”, so der Experte. Von Dummy-Blinkleuchten am Haus hält er nichts. Ebenso wenig von nicht zertifizierten Geräten. “Da ist der Falschalarm meist schon vorprogrammiert.” Daher sollte man sich in Sachen Einbruchschutz unbedingt an einen polizeilich anerkannten Errichterbetrieb wenden. Die Adressen der Fachfirmen findet man unter www.polizei.schleswig-holstein.de im Internet (Rubrik: Vorbeugen und Beratung, Einbruchschutz).
Zum sicheren Grundstück gehört auch, dass Außensteckdosen von innen abschaltbar sind. Ebenso, dass Aufstiegshilfen weggeschlossen oder zumindest mit einer stabilen Kette gesichert werden. Dazu zählen neben Leitern auch Gartenmöbel und Mülltonnen. Alle Gegenstände, mit denen Einbrecher das Haus erklimmen, um z.B. an geöffnete Dachfenster zu gelangen. Zum Abschluss appelliert der Sicherheitsberater der Polizei: “Fenster müssen verschlossen sein. Es besteht sonst kein Versicherungsschutz, selbst wenn die Fenster nur auf Kipp stehen.”