Das Dachgeschoss wird ausgebaut
Eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, um neuen Wohnraum zu schaffen
Zusätzlichen attraktiven Wohnraum schaffen, die Energieeffizienz des Hauses verbessern oder den Wert der Immobilie steigern – drei gute Gründe für einen Dachgeschossausbau. Von der Baugenehmigung über die Finanzierung bis zur optimalen Planung der Fenster gilt es dabei einiges zu berücksichtigen.
Viele Ein- oder Mehrfamilienhäuser haben ihn noch, den geheimnisvollen alten Speicher unterm Dach. Diese Raumreserve, die oft nur als Abstellfläche für Ausrangiertes dient, ist eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, um neuen Wohnraum zu schaffen.
Einer der Gründe für die Attraktivität: Zimmer unter dem Dach zeichnen sich durch besondere Helligkeit und reizvollen Ausblick aus. Nirgendwo sonst im Haus kann so viel natürliches Licht einfallen wie hier. Dachflächenfenster ermöglichen Aufenthaltsräume mit hohem Wohnwert. Ihre Lichtausbeute ist etwa doppelt so hoch wie bei gleich großen Fassadenfenstern und sogar dreimal so hoch wie bei Gauben.
Generell sollten sich Eigentümer vor der Umsetzung ihres Vorhabens mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung setzen. Denn je nach landestypischem Baurecht ist der Ausbau genehmigungs- und anzeigepflichtig. Insbesondere die Vorgaben zu Brand- und Schallschutz sowie Energierichtlinien gilt es zu beachten. Dabei ist die Beratung durch einen Fachmann, wie zum Beispiel Architekten oder versierte Dachhandwerker, zu empfehlen.
Optimierte Wärmedämmung
Die Wärmedämmung spielt beim Dachausbau eine besondere Rolle. Eine ausreichend bemessene Dämmschicht ermöglicht das ganze Jahr über ein angenehmes Innenraumklima, indem sie den Dachraum im Winter vor Kälte und im Sommer vor Überhitzung schützt.
Diese Maßnahme verbessert meist die Energieeffizienz des gesamten Hauses deutlich, denn durch ein schlecht gedämmtes Dach geht viel Wärme verloren. Fachgerecht ausgeführte Einbauten durch Dachhandwerker gewährleisten optimalen Wärmeschutz. Darüber hinaus können die Bewohner die auf die Glasfläche der Dachfenster treffende Sonnenenergie zur kostenlosen Raumerwärmung nutzen. Gerade in den Übergangszeiten können so Heizkosten reduziert werden.
Genügend Tageslicht
Das Fachhandwerk unterstützt auch bei der Planung der Fenster. Wie viele Fenster in welcher Größe für eine optimale Lichtsituation erforderlich sind, richtet sich nach der Grundfläche des Dachraums. Die Landesbauordnungen fordern als Mindest-Lichtfläche 10 bis 12,5 Prozent der Raumgrundfläche. Der Dachfensterhersteller Velux empfiehlt für mehr Wohnkomfort als ideale Fensterfläche drei Quadratmeter bei einem Raum von 20 m² Grundfläche.
Nicht nur Anzahl und Größe der Dachfenster haben Einfluss auf die Raumwirkung, auch die Anordnung beeinflusst die Wahrnehmung. Für Schlafzimmer etwa wird eine Orientierung der Fenster nach Osten empfohlen. Dann trägt die aufgehende Sonne zu einem optimalen Start in den Tag bei.
Staatliche Förderungen
Für Bauherren ist auch immer ein Blick in die staatlichen Fördertöpfe interessant. So vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen. Auch Länder und Gemeinden unterstützen private Bauherren durch verschiedene Förderprogramme. Darüber hinaus sind bis zu 20 Prozent der Lohnkosten bei Handwerkerrechnungen steuerlich absetzbar.
Unter www.velux.de finden Interessenten die aktuellen Fördermöglichkeiten. Die Website liefert darüber hinaus wertvolle Tipps, Planungshinweise und zahlreiche Einbaubeispiele.
Foto:Velux