Charmant sanierte Gründerzeitvilla

Die KfW Bankengruppe hat zum neunten Mal den jährlich ausgeschriebenen KfW-Award “Bauen und Wohnen” vergeben. Mit insgesamt fünf Preisen wurden private Bauherren ausgezeichnet, die Energieeffizienz mit Charme verbunden haben.

Die Preisträger haben Wege gefunden, durch Sanierungsmaßnahmen oder Ersatzneubauten den Energieverbrauch ihrer Privathäuser beträchtlich zu reduzieren und dabei den optischen Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Die fünf Gewinner, aus insgesamt 239 Wettbewerbsteilnehmern, wurden mit Preisgeld im Gesamtwert von 27.000 Euro belohnt.
In Anwesenheit des Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba, übergab Dr. Axel Nawrath die KfW-Awards.
“Die Gewinner zeigen, dass gesellschaftlich und ökologisch zukunftsweisende Bauvorhaben durchaus auch mit Charme umgesetzt werden können. Ich hoffe, dass sich viele Nachahmer von unseren Siegern inspirieren lassen werden”, sagte Dr. Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
Der erste Platz ging an Frauke und Tobias Mißfeldt aus Lübeck. Ihr Einfamilienhaus hat vor allem durch die ausnahmslose Qualität aller Sanierungsmaßnahmen überzeugt. Die Familie hat eine Villa aus dem 19. Jahrhundert in einen modernen Wohn- und Arbeitsort verwandelt. “Dieses Haus besticht durch eine durchgängige Qualität aller Sanierungsmaßnahmen – liebevoll und charmant durchgeführt”, lobt die Jury, unter Vorsitz von Prof. Hans Kollhoff.
EssenDie Gründerzeitvilla in Lübeck aus dem Jahr 1894 wurde in zwei Abschnitten in den Jahren 2005 und 2010 saniert. Das vorrangige Ziel der Bauherren war es dabei, die Energieeffizienz beträchtlich zu verbessern und gleichzeitig den einzigartigen Charme und die Einbettung in das historische Umfeld zu bewahren.
Dies ist insofern bestens gelungen, als man dem Haus die Sanierungsmaßnahmen nicht ansieht. Die dreiseitige Außendämmung der Fassade wurde in diffusionsoffenen Holzweichfaserplatten durchgeführt und innerhalb einer einheitlichen Gesamtlösung mit der Innendämmung des Objektes verbunden. Hinzu kommen die Naturschiefereindeckung des Daches, außenöffnende schmalprofilierte Fenster sowie die Ausrichtung des Vorgartens, damit das lebendige Wohnen in Richtung Straße wieder aufgewertet wird.
“Uns hat bei allen diesen Sanierungsmaßnahmen besonderen Spaß gemacht, der Struktur und dem Charakter eines über 100 Jahre alten Hauses und gleichzeitig den heutigen Anforderungen gerecht zu werden”, sagen Frauke und Tobias Mißfeldt.
Dazu zählen auch Maßnahmen, die für eine überdurchschnittliche Verbesserung der Energieeffizienz sorgen. Neben der Dämmung zählt hierzu auch die Einrichtung einer Pelletheizung statt der bisherigen Ölheizung.